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Eine Ode an den Sommerwein: Große Weine für die warmen Tage

Eine Ode an den Sommerwein: Große Weine für die warmen Tage

Erfrischend, leichtfüßig und vor allem ... groß! Entdecken Sie herausragende Rot-, Rosé- und Weißweine für die warmen Tage in einer ebenso exklusiven wie stilvollen Auswahl für Fine-Wine-Freunde!

“Red wine should be drunk intelligently.” — Hugh Johnson

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sommerwein soll trocken, frisch, leicht und elegant sein.

  • Auch Rotwein kann im Sommer funktionieren, wenn er wenig Tannin und wenig Alkohol hat.

  • Für Weißwein eignen sich vor allem Sauvignon Blanc, Riesling und Chenin Blanc.

  • Rosé ist der Klassiker, die besten Beispiele kommen aus der Provence, aus Bandol und Tavel.

  • Die richtige Trinktemperatur ist entscheidend für den Genuss.

Ob Rosé, Weiß oder Rot: Mit Stil durch den Sommer 

Der Sommerwein hat einen schlechten Ruf. Und angesichts des Ozeans an fruchtig-süffigen Angeboten in allen Preislagen ist es tatsächlich lohnenswert, sich vor der nächsten Gartenparty oder dem heiß ersehnten Sommerurlaub etwas mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn der Laune machende, trocken-fruchtige, perfekt temperierte Rosé ist leider in den wenigsten auch noch so schnuckeligen Locations am Urlaubsort eine Selbstverständlichkeit. Und auch wenn so mancher lauer Sommerabend dem einen oder anderen gastronomischen Faux Pas die Dramatik nehmen mag: Ein schlechter, halbherzig gekühlter und dann auch noch überteuerter Roséwein ist auch beim schönsten Panorama für die Hedonisten unter uns unverzeihlich.

So war es uns ein Bedürfnis, an ein paar Grundregeln zu erinnern – und Ihnen bei der Gelegenheit unsere Weinempfehlungen für die schönste aller Jahreszeiten zu unterbreiten, in denen auch Rotweinliebhaber garantiert auf ihre Kosten kommen! Wir bei Millésima lieben das ganze Jahr über guten Wein - deshalb haben wir auch ausschließlich erlesene Tropfen in unserem Portfolio.

Die goldenen Grundregeln

Was versteht man eigentlich unter „Sommerwein“? 

Ein Sommerwein sollte trocken oder halb-trocken, leicht, fruchtig, süffig und elegant daherkommen. Er sollte nicht aus dem Barrique kommen und niemals schwer im Alkohol sein. Dass es einem sommertauglichen Tropfen an Charakter oder gar an Qualität fehlt, ist allerdings ein Mythos! Ebenso, dass im Sommer kein Rotwein auf den Tisch gehört. Rotweinliebhaber dürfen an dieser Stelle also schonmal aufatmen! Auch komplexere Tropfen haben in unserer Sommerauswahl durchaus ihren Platz. Denn was ein waschechter Weinliebhaber ist, dem geht es auch zur schönsten Zeit des Jahres nicht schlicht um den Trinkfluss. Darüber hinaus ist insbesondere in Frankreich ein guter Tropfen vor allem eine gute Essensblegleitung. Und wer schon einmal einen säurelastigen Riesling zum Spargel probiert hat, weiß, dass es mit spritzig-fruchtig eben nicht getan ist. Aber mehr zu dem Thema Food-Pairing am Ende dieses Beitrags.

Die Sache mit der Trinktemperatur 

Generell gilt: Lieber etwas zu kalt als zu warm – das gilt in der warmen Jahreszeit umso mehr. Zu warm wird der Tropfen nämlich von allein, im Sommer dauert das mitunter nur wenige Minuten. Wenn Sie einen Weißwein im Restaurant bestellen, so kommen diese nicht immer richtig temperiert auf den Tisch. Bei Rotwein erweist sich das mit der richtigen Trinktemperatur häufig als etwas schwieriger: Nicht selten werden diese zu warm serviert, selbst in der gehobenen Gastronomie. Bitten Sie von daher ruhig im Vorfeld um eine Kühlmanschette, die den Tropfen bei der richtigen Temperatur hält. 

Frische, Frische und Frische

Die Art und Weise, wie wir welchen Wein genießen, ist eng mit den Außentemperaturen verbunden. Und genau hier kommt die Trinktemperatur ins Spiel – je nach Weinart reicht das Spektrum von 6 Grad Celsius Trinktemperatur bei einem Schaumwein bis zu 18 Grad bei einem gerbstoffreichen Bordeaux. Wenn der Thermometer 35 Grad anzeigt, scheint der Griff zum kühlen Glas Sauvignon Blanc von der Loire daher naheliegend, während der wärmende, bei Zimmertemperatur getrunkene Cabernet Sauvignon aus dem Barrique lieber weiter im Weinkeller schlummert - für unsere ohnehin schon leicht angerötete Gesichtsfarbe ist das definitv die bessere Wahl!

Welcher Wein schmeckt im Sommer? 

Es gibt unendlich viele Faktoren, die unsere Geschmackssinne beeinflussen – so auch die mit den Jahreszeiten einhergehenden Temperaturunterschiede und die damit zusammenhängenden Aktivitäten oder Essgewohnheiten. Dass ein lauer Grillabend mit Freunden nach einem anderen Tropfen verlangt, als ein romantischer Abend zu zweit vor dem Kaminfeuer scheint einleuchtend: Wo Letzterer nach einem umhüllenden, wärmenden Powerrotwein schreit, so greift man auf der provenzalisch anmutenden Gartenparty samt erfrischendem Salade Niçoise nicht ohne Grund eher zu einem kühlen, nicht weniger charaktervollen Bandol Rosé. 

Zwei Frauenhände stossen mit Roséwein an

Rosés mit Anspruch

Der Rosé gilt als DER Sommerwein-Klassiker par excellence, besonders die bauchigen Flaschen aus der Provence liegen im Trend. Allerdings sind längst nicht alle Roséweine sommertauglich: ein Rosé kann mitunter über 13% Alkohol aufweisen und somit leicht zu Kopf steigen. Auf den Supermarktrosé gehen wir hier nicht weiter ein. Nur so viel: Ein großer Teil der industriellen Rosés entsteht aus minder guten Lagen und Trauben als ihre weißen oder roten Cousins - dementsprechend uninteressant sind sie geschmacklich.

Spitzenweine aus der Provence

Dass Rosé auch anders geht, beweist die Crème de la Crème aus den südfranzösischen Rosé-Hersteller: Château d'Esclancs, Galoupet, Domaines Ott, Minuty, Peyrasson, Sainte Marguerite, Miraval, Léoube ... Die farbenfrohen Tropfen aus dem provenzalischen Weinbaugebiet Bandol trumpfen neben Struktur und Charisma auch mit einem exzellenten Lagerpotenzial.

Neben den Côtes de Provence und Bandol kann auch das Rhône-Tal mit Spitzenrosés aufwarten. So entstehen in der Appellation Tavel edle Grenache-dominierte Rosé-Blends. Letztere bestechen durch ihre Aromen von roten Früchten, die sich im Alter wunderbar zu Steinobstaromen und Mandeln entwickeln. Sie sind gleichzeitig rund, kraftvoll und haben einen angenehmen Anklang von Gewürzen.

Die sommertauglichsten Weißweisorten

Ein guter, sommertauglicher Weißwein sollte in erster Linie frisch und leicht sein und einen maximalen Alkoholgehalt von 13% nicht übersteigen. Ein Riesling aus dem Rheingau oder ein Sauvignon Blanc von der Loire eignen sich beispielsweise besser als ein Meursault aus dem Barrique: Der Ausbau im Holzfass, wie in der Süd-Bourgogne üblich, sorgt für mehr Schmelz und Dichte und nimmt dem Weißwein seine Frische.

Hedonistische Weißwein-Empfehlungen für die warmen Tage

Frisch, fruchtig, angenehme Säurestruktur … der Sauvignon Blanc hat alles vom perfekten Sommerwein! Und in kaum einem anderen Weinbaugebiet dieser Welt gib es so gute Sauvignon Blancs wie im Loire-Tal! Wir empfehlen einen mineralischen Tropfen aus Sancerre oder der ebenso qualitativen Nachbarappellation Pouilly-Fumé.

Auch das Bordelais kann mit extrem guten Sauvignons aufwarten: Den trockenen Bordeaux Weißwein gibt es in zwei Stilrichtungen, die sich je nach Essensbegleitung anbieten. Unser Favorit: Ein gereifter, cremig-fülliger Pessac-Léognan zum Risotto oder zu einem Stück Comté.

Chablis Grand Cru zu Austern

Auster-Liebhabern hingegen empfehlen wird einen mineralisch-trockenen Chablis Grand Cru, der ein perfektes Gegengewicht zum Jod der Auster bietet. Ein Chablis wird entgegen anderer burgundischer Weißwein-Appellationen nicht im Holz ausgebaut. Der reinsortige Chardonnay harmoniert auch wunderbar zu Langusten, Fisch, Geflügel oder Spargel.

Auch ein Pinot Blanc aus dem Elsass (hierzulande unter Weißburgunder bekannt), ein Albariño aus Galizien, ein Vinho Verde aus Portugal, oder ein klassischer deutscher Riesling bringen zur schönsten aller Jahreszeiten die nötige Frische ins Glas.

Hochwertiges von der Loire

Im deutschen Sprachraum weniger bekannt als der Sauvignon Blanc ist der Chenin Blanc. Die Loire-Rebsorte findet man in den unterschiedlichsten Weinarten, vom weißen Stillwein bis zum charaktervollen Schaumwein. Unser Tipp: Ein prickelnder Vouvray von dem Top-Weingut Huët wird auch die anspruchsvollsten Schaumweinliebhaber erfeuen.

Der perfekte Rotwein für die warmen Tage

Dass ein guter Rotwein nicht gezwungenermaßen eine bei Zimmertemperatur getrunkene Tanninbombe mit viel Alkoholprozenten sein muss, hat sich mittlerweile auch in der  Standardgastronomie herumgesprochen, wo fruchtig-leichte, sommertaugliche Rotweine ganzjährig angeboten werden.

Was ist ein leichter Rotwein? 

Unter "leicht" versteht man hier wenig Tannine und/oder einen Alkoholgehalt von weniger als 13%. 
So kann das französische Spitzenweinbaugebiet Burgund mit exzellenten, tanninarmen Roten aufwarten, während die Rotweingebiete der Loire Cabernet Francs mit verhältnismäßig wenig Volumenprozenten hervorbringen.

🍷 Cabernet Sauvignon vs. Cabernet Franc: Was sind die Unterschiede?

Es gibt wohl kaum eine elegantere Begleitung für einen lauen Sommerabend als ein dezent gekühlter Pinot Noir von der Côte de Nuits … Nun gehört der Burgunder Spitzenrotwein zu den besten und somit auch teuersten Tropfen der Welt. Um einiges preisgünstiger geht es im benachbarten Beaujolais Fleuri zu. Preisbewusste Weinfreunde mit einem Faible für filigrane Rotweine ohne Holznoten wissen: die lokale Rebsorte Gamay vollbringt hier wahre Wunder! Purpurrot, strukturiert und fleischig geht es hingegen in der gegenüberliegenden Beaujolais-Appellation Moulin à Vent zu.

Wer sich vorurteilsfrei mit dem Beaujolais und der einheimischen Rebsorte auseinandersetzt, wird merken, dass die einst aus der Bourgogne verbannte Gamay-Traube je nach Cru dem Pinot Noir zum Verwechseln ähnlich sein kann ...

Fleisch wird auf Grillparty gegrillt, im Hintergrund wird mit Rotwein angestossen

Champagner – hedonistischer Allrounder 

Vom rotfruchtigen Brut Rosé zum Sommerdessert auf Erdbeer-Basis bis zum mineralischen Blanc de Blancs-Champagner zum Raclette: Der prickelnde Edelschäumer ist der Inbegriff für ganzjährigen Genuss und ein beliebter Allrounder in Sachen Food-Pairing. Darüber hinaus hat der Schaumwein das Zeug dazu, auch dem langweiligsten Familienfest etwas Glamour zu verleihen – und so manchem Cocktail das gewisse zeitlos-elegante Etwas. 

Der passende Tropfen zu beliebten Sommergerichten

Von der mediterranen Frische eines griechischen Salats, über die cremige Eleganz eines Spargelrisottos, bis hin zum süßen Klang eines fruchtigen Desserts: Mit den sommerlichen Temperaturen verändert sich nicht nur unsere Umgebung, sondern auch unsere kulinarischen Gelüste. Es ist Zeit, den Speiseplan an die sommerliche Jahreszeit!
Frisch, sommertauglich und charismatisch: Das Ende dieses Beitrages widmen wir unserer Pairing-Ideen für einige der beliebtesten Sommerrezepte!

Welcher Wein zu Spargel?

Kaum ein anderes Gemüse ist so emotional besetzt wie Spargel: Bei so manchen Gourmets löst das „weiße Gold“ regelrechte Frühlingsgefühle aus – und bei Weinfreunden mitunter Kopfzerbrechen … Unsere besten Weine zu Ihrem Spargel-Essen finden Sie in dem gleichnamigen Artikel.

... und zu Salat?

Von knackig-frisch bis herzhaft: Der Salat ist und bleibt der Star des Sommers! Salate gibt es in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen - und umso mehr Kopfzerbrechen bereitet Weinfreunden die Suche nach der perfekten Wein-Begleitung … Entdecken Sie unsere handverlesenen Wein-Empfehlungen zu den beliebtesten Salat-Rezepten!

Bordeaux zu (gegrilltem) Fisch? Auf jeden Fall!

Diese raffinierten Rotwein-Fisch-Kombinationen aus dem Grand Cru- und  Gastronomieparadies Bordeaux sind der ebenso unerwartete wie schmackhafte Beweis, dass es nicht immer ein Riesling oder ein Chardonnay muss. Der Beweis in einer ebenso anspruchsvollen wie köstlichen Auswahl.

Erdbeeren und Champagner – ein hedonistisches Sommer-Pairing

Champagner ist, wie bereits erwähnt ein absoluter Allrounder in Sachen Food-Pairing und jahreszeitenübergreifenden Genuss. Kein Wunder also, dass die Champagner-Erdbeer-Kombi im Schlaraffenland Frankreich als Inbegriff für Harmonie und Finesse. Doch welcher Luxus-Schäumer passt wirklich zu der verführerischen roten Sommerfrucht?

Roséwein: Belangloser Urlaubswein oder Symbol für Glamour und Luxus?

Rosé als Nebensache? Nicht in der Provence. Hier widmen sich Top-Weingüter ganz dem Roséwein – mit beeindruckendem Erfolg. Von den Hügeln der Côtes de Provence bis nach Bandol und Tavel entstehen charakterstarke, elegante Weine, die Terroir und Tradition widerspiegeln. Zeit, diese Rosé-Ikonen ins Rampenlicht zu rücken.

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