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Château Lafite-Rothschild 1986
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Von Sonderaktionen ausgeschlossen

Château Lafite-Rothschild 1986

1er cru classé - - - Rot - Einzelheiten
Parker | 95+
R. Gabriel | 20
J. Robinson | 18
Decanter | 100
Wine Spectator | 94
Vinous - A. Galloni | 96
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(
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Bewertungen und Rating

100

/100

Robert Parker

Robert M. Parker, Jr.

Der 1986er besitzt herausragende Fülle, eine tiefdunkle Farbe, mittleren Körper, eine anmutige, harmonische Textur und eine großartige Länge. Der durchdringende Duft von Zedernholz, Kastanien, Mineralien und reifer Frucht ist ein Markenzeichen dieses Weins. Kraftvoll, dicht, reich und tanninbetont, zudem mittel- bis vollmundig, mit beeindruckender Fruchtextraktion – dieser Lafite hat ein enormes Potenzial. Geduld ist gefragt. Trinkreife erwartet: 2000–2030. Zuletzt verkostet 11/94

94

/100

Wine Spectator

Ein fester, junger Wein. Dunkle rubinrote Farbe. Intensive Aromen von Brombeere und Minze. Vollmundig, mit seidigen Tanninen und langem Abgang. Braucht noch Zeit. — Bordeaux-Retrospektive. Am besten nach 2003.

94

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Decanter

Der Wein wirkt voll ausgereift, noch mehr als der 89er (oder der 82er, kürzlich verkostet, jedoch nicht in dieser Vertikale). In der Nase finden sich herzhafter Braten, Schwarze Pflaume, Feige und Backpflaume, mit einem Hauch von Rauch, Kaffee und Trüffel. Am Gaumen ist die Textur dicht und außergewöhnlich tanninreich. Der Abgang ist lang, mit einem Hauch Sojasauce ganz zum Schluss. Der Jahrgang 1986 war von einem trockenen Frühling und einem heißen Sommer geprägt, doch kleine, sporadische Regenschauer verhinderten Trockenstress bei den Trauben. Bei Lafite bestand die finale Cuvée aus 69 % Cabernet Sauvignon, 16 % Cabernet Franc und 15 % Merlot.

18

/20

Jancis Robinson

Jancis Robinson

Ein milder Winter, gefolgt von einem kalten und nassen Frühling zu Beginn des Jahres. Glücklicherweise löschten ein heißer Sommer, durchsetzt mit Gewittern im Juli und August, sowie ein absolut außergewöhnlicher Altweibersommer die Sorgen vor dem Sommer aus, sodass die Trauben in perfektem Zustand geerntet werden konnten. Die Lese fand ohne einen einzigen Regentag statt und in besonders langsamem Tempo, um sicherzugehen, dass unsere kostbaren Trauben ihre maximale Reife erreichten. Ein großes Jahr mit strahlenden Weinen! Dies war mit Abstand der jugendlichste und konzentrierteste des Trios (1983, 1985 und 1986) der Lafite-Jahrgänge, blind serviert, mit noch deutlich spürbaren Tanninmassen. Süß und wohl minimal mit weniger Frische und Energie im Vergleich zum 1985er – auch dichter. Doch der Lafite-Feinschliff ist noch da. Man kann ihn jetzt trinken, aber er wird ewig halten. Solider und behäbiger als die meisten Lafites. (JR)

96

/100

Vinous

Neal Martin

Der 1986 Lafite-Rothschild ist ein großer Wein, auch wenn er sich bei mehreren jüngsten Begegnungen nie als überzeugend „perfekt“ erweist. Das entspricht der Flasche, die ich 2016 auf dem Weingut verkostet habe: Brombeere und Graphit in der Nase, anfangs etwas ungelenk, doch mit der Zeit zusammenfindend. Am Gaumen gut ausbalanciert mit festen Tanninen, ausgeprägten Graphitnoten, die sich mit der Zeit entfalten, großartige Energie, ohne ganz die Finesse und Präzision zu liefern, die die allerbesten Lafite-Rothschild verleihen. Dies ist ein Wein, der von langem Dekantieren profitiert, sagen wir fünf oder sechs Stunden, auch wenn er nie ganz die ätherischen Höhen erreicht, zu denen er fähig wäre. Verkostet beim International Business & Wine First Growth Dinner im Four Seasons.

98

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

So gut oder besser als jede Flasche 86 Lafite, die ich je probiert habe – die Zeit ist diesem Wein wohlgesonnen. In der Nase zeigt er eine komplexe Bandbreite an Gewürzen, getrockneten Tabakblättern, Zedernholz, Leder und leuchtend roten Beeren. Am Gaumen ist er energiegeladen, fest und vor allem majestätisch im Charakter, mit reichlich reifen, frischen, saftigen Johannisbeeren und Cassis im Mittelgaumen und im Abgang. Das könnte ein 100‑Jahre-Wein sein. Trinken von 2024 bis 2080.

96

/100

Falstaff

Falstaff

Kräftiges karmesinrotes Granat mit breitem ockerfarbenem Rand und orangenen Reflexen. Feine Tabaknuancen in der Nase, zarte Anklänge von roten Beeren, feuchter Unterholzton, Noten von Brombeere und reifer Kirsche. Am Gaumen dunkle Beeren, frisch strukturiert, mineralischer Touch, wirkt kernig; die Tannine sind noch etwas fordernd, rote Beerenfrucht und ein zitroniger Hauch im Abgang, ein Grenzgänger zwischen altem Stil und neuer Zeit; hier ist weiterhin Geduld gefragt.

20

/20

Weinwisser

Extrem dunkel, dichtes Purpur, schwarze Reflexe. In der tiefschürfenden Nase Rauch, Korinthen, getrocknetes Laub, Edelhölzer, kompakt und irgendwie nasal die Faust ballend, feinste Kräuternuancen und fermentierte Teeblätter, zarte Jod- und Torfnoten, also die erste Tertiärphase einläutend. Satter, fleischiger Gaumen, noch etwas blockiert im Fluss durch die sandigen, semi-arroganten Tannine, die sich von der Zunge her mit dem Rest des Mundes in einer umfassenden Adstringenz verbinden, wenig Charme, aber ein noch unglaubliches Potenzial. Noch nicht in der ersten Reife, aber – zumindest mit dieser Flasche – den Wunsch zeigend, einmal zu den tanninreichen Vorbildern wie 1928 und 1945 gehören zu wollen. Ein bewegender, aber auch arbeitsamer Schluck. Irgendwie ist er das Gegenteil eines Lafites, weil er wie ein reicher Bauer mit Brokatweste daherkommt.

20

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René Gabriel

Darf ein Bordeaux Ähnlichkeiten mit einem Kalifornier aufweisen? Bei den allergrössten Weinen des Jahrganges 1986 war immer wieder eine, nach Eucalyptus duftende Cabernet-Note festzustellen. Arrivage (19/20): Sensationelle, dichte Nase, reich, vielschichtig. Korinthen-, Portwein-Konzentrat. Köstliches Extrakt, ein feiner Wein mit Wucht und einem Riesenpotential. 1994 ein sanftes Monument: Komprimierte Gerbstoffe, vielleicht auch etwas schwer verständlich. Seine wahre Grösse wird er erst ab dem nächsten Jahrtausend offenbaren. 1996 erschrak ich, denn das Bouquet war heiss und zeigte zu Beginn sanfte Oxydationstöne, die sich aber kurioserweise nach einer halben Stunde durch pflaumige Süsse ablösten, Heunote, getrocknete Kräuter. Trockener Gaumen, eher sandig und im Moment nicht die Finessen eines Lafite hervorbringend, im Finale Korinthen und ein Hauch Malaga, braucht noch recht viel Zeit. Zwei Jahre später wieder total verschlossen mit sanft krautigem Bouquet, dahinter aber eine geballte Ladung von Rosinen und süssem Terroir. Im Gaumen ebenfalls komprimiert, viel Adstringenz, aber doch nicht ganz so unnahbar wie andere 86er Premiers. Eine Stunde dekantieren. 99: Zum Nachtessen bei Marino Aliprandi getrunken. Jürgen Steinbrecher hatte die Flasche aus seinem Privatkeller mitgebracht: Das Bouquet wirkt fast überreif und gleicht den bereits verblühten Lafite 1976 und 1979. Im Gaumen ist der Wein noch hart, fast komprimiert und braucht viel Luft. Irgendwie scheint er sich im Moment auseinander zu dividieren. Man hat aber das Gefühl, dass ihm ein halbstündiges Dekantieren gut tun würde, denn er nimmt fettige Konturen an und lässt so die körnigen Tannine etwas schmelzen. 03: Ich werde unsicher. Das Bouquet zeigt oxydative Spuren, die Frucht versinkt und der Wein selbst hat noch Tannine und eine unfertige Säurekonstellation für weitere zwanzig Jahre, die er noch verdauen sollte. So richtig kompromisslos gross wird er wohl nie mehr. Ein Wein für Gerbstoff-Fetischisten. Die Garantiezeit ist abgelaufen. Ich würde ihn eher verkaufen und dafür 89er nachkaufen (17/20). Bei einem Lunch auf château Clauzet mit Maurice Velge öffnete man zwei Falschen und stellte beide Karaffen hin. Eine Flasche war stinkik, fassig aber nicht korkig. Die Andere zeigte ein grosses, parfümiertes Cabernet-Kräuterbouquet und wäre von der Nase her mindestens als 19/20-Erlebnis einzustufen gewesen. Im Gaumen immer noch harte, fordernde und nur langsam entwickelnde Tannine zeigend. Wird er je reif? Irgendwie hilft auch dekantieren nicht viel, er trocknet eher aus… (17/20). 06: Dunkles, tiefes Granat, rubiner und ziegelroter Rand. Verrücktes Bouquet, Thymian, Eisenkraut, Tannenbart, wilder Rosmarin, blühende Kapern, im Untergrund noch viel rauchiges Cassis, im Gaumen saftig, delikat, wiederum einen wilden, differenzierten Kräuterton zeigend, stützende, fein körnige Gerbstoffe im Innern eine dramtische Süsse, noch gerbig aber auf sehr gutem Weg eine knapp leichtere Version des 1945 Mouton zu werden. Nach ein paar enttäuschenden wieder eine fast perfekte Flasche! 07: In Holland: Dunkel, tief orangebräunlicher Rand. Enorm viel Tiefe in der Nase aufzeigend, im Ansatz zeigt der Wein eine tiefschürfende, kaltrauchige Cabernetnote, viel Kräuter und schwarze Beeren, sowie Nicaraguatabak. Im Gaumen fest, noch stark adstringierend und dabei in den Gerbstoffmuskeln Kapselnoten zeigend, die Tannin-Säureverbindung mag leicht über dem Fleisch und Fett dominierend, somit paaren sich bei diesem immer noch polarisierenden Wein Grösse und Härte. Legte an der Luft noch sanft zu, mochte aber dann doch (noch?) nicht, zu den allergrössten aufschliessen. Empfehlung: 6 Stunden dekantieren. Nie Nase lag zeitweilig bei 20/20, der Gesamteindruck: 19/20. 07: Coburg-Tasting. Sehr dunkel, fast schwarze Reflexe in der Mitte. Verhaltenes, defensives Bouquet, erdig, trocken, etwas stumpf im Ansatz, Jodnoten, öffnet sich nur langsam und will nicht so richtig kommunizieren. Im Gaumen fest, noch adstringierend, fleischig, enorm viel Konzentration aber auch eine gewisse Arroganz in den Tanninen, sher trocken, körnig und irgendwie - für einen Premier Cru - sehr uncharmant. Aber das ist man sich ja auch von anderen Premier Crus in diesem Jahrgang gewohnt. Nur scheint dieser hier noch völlig untentwickelt zu sein und braucht noch gut 10 Jahre Flaschenlagerng um in die erste Reife zu kommen. Die in letzter Zeit verkosteten Flaschen variieren, das Potential ist aber immer das Gleiche! Wer ihn trinkt, soll ihn 8 Stunden dekantieren und geht dabei in keiner Art und Weise ein Risiko ein. 08: Schon wieder eine korkige Flasche an der Best-Bottle-Probe! 11: Für einen Lunch beim Tobler Werni mit Baschi Schwander nahm ich ein halbes Fläschchen mit. Die Farbe war sensationell jung. Und so jung war dann auch der Wein selbst. Fast noch stumm mit seiner kompakten, verschlossenen Art. Nach wie vor en Riesentanninpaket. (20/20). 11: Magnum. Recht dunkles Weinrot, praktisch keine farbliche Regung. Komplex süsses Bouquet, viel schwarze Pflaumen, auch rote Kirschen, dann Cassisnoten, Lakritze, etwas Teer und Zitronenthymian, halb geöffnet, aber man merkt, dass da – vielleicht erst in 10 Jahren – noch mehr oder noch viel mehr kommen wird. Kompakter Gaumen, noch viel Gerbsäure, auch noch recht viel Adstringenz, so ist dieser monumentale 86er Lafite immer noch sehr vordergründig und noch weit entfernt von der ersten Genussreife. (20/20). 12: Gerne hätte ich dem 1986 Lafite-Rothschild auch die Maximalpunktezahl verliehen. Vom Potential her wäre das absolut kein Problem gewesen, doch leider war da im generösen Trüffelschimmer eine leicht dumpf-erdig Note dabei. Schauen wir das Ding nochmals in 20 Jahren an, wenn er vielleicht reif ist. Die Tanninmassen sind auf alle Fälle noch gewaltig. Potentialwertung: 19/20. 13: 1986 Château Lafite-Rothschild: Extrem dunkel, dichtes Purpur, schwarzen Reflexen. In der tiefschürfenden Nase Rauch, Korinthen, getrocknetes Laub, Edelhölzer, kompakt und irgendwie nasal die Faust ballend, feinste Kräuternuancen und fermentierte Teeblätter, zarte Jod- und Torfnoten, also die erste Tertiärphase einläutend. Satter, fleischiger Gaumen, noch etwas blockiert im Fluss durch die sandige, semi-arroganten Tannine, welche sich von der Zunge her mit dem Rest des Mundes in einer umfassenden Adstringenz verbinden, wenig Charme aber ein noch unglaubliches Potential. Noch nicht in der ersten Reife aber – zumindest mit dieser Flasche – den Wunsch zeigend, einmal zu den tanninreichen Vorbildern wie 1928 und 1945 gehören zu wollen. Ein bewegender, aber auch arbeitsamer Schluck. Irgendwie ist er das Gegenteil eines Lafite’s, weil der Wein so wie ein reicher Bauer mit Brokatweste daher kommt. (20/20). Eine sensationelle, halbe Flasche, drei Stunden dekantier und im kühlen Keller lassen. Die Tannnine sind jetzt feiner und bringen, bei längerem Luftzutritt die klassische, wunderschöne Lafite-Süsse. Hier wächst jetzt ganz klar eine Legende heran. (20/20). 15: Eine absolut junge Flasche bei einer Blindprobe in Zug. Ich fand ihn schnell heraus. Er ist einzigartig. Aber leider auch immer noch zu jung. (20/20). 15: Eine halbe Flasche bei uns zu Hause ein paar Tage später. Etwas reifer, aber auch hier noch nicht reif. (20/20). 15: Halbe Flasche. Unglaublich dunkel, in der Mitte noch schwarze und um Nuancen violette Reflexe zeigend. Ich hatte ihn ein paar Tage zuvor aus der Normalflasche und da war er noch mehr verschlossen. Hier hatte man wenigstens die winzige Chance auf einen Teil des möglichen Weines zu stossen. Die Nase; ein Reigen von getrockneten und frisch gehackten Küchenkräutern, auch Minze ist dabei und Heu, Korinthen, Teer. Die angezeigte Tiefe erinnert an einen Hermitage. Im Gaumen eine Addition von unglaublich vielen, noch halb rohen Gerbstoffen zeigend, daraus resultiert dann auch eine massige Adstringenz. Das ist ein monumentaler Brocken und das Gegenteil eines Lafite. Denn – in grossen Jahrgängen ist das meist einer der allerfeinsten Crus im ganzen Médoc. Aber hier war der gerbige und immer noch verlangende Jahrgang offensichtlich viel stärker. (19/20). 16: Magnum. Sehr, sehr dunkle Farbe, nur wenige Reifereflexe. Ein Traumbouquet, erst verhalten, dann zulegend, erst mit unglaublichen verführerischen, schier verspielt wirkenden Kräutertönen, dann mit Cassisresten, Backpflaumen und in der Folge mit immer mehr malziger Süsse aufwartend. Man könnte da stundenlang reinriechen. Besonders fasziniert, dass er laufend mehr bietet und so den Betrachter zu einer mussehaften Konversation herausfordert. Im Gaumen kein Monument, irgendwie eher eine gewisse Leichtigkeit dokumentierend, dadurch kommen die 1986er Tannine etwas zum Vorschein. Aber es ist auch ganz klar festzustellen, dass diese wesentlich besser integriert sind, als noch vor ein paar Jahren. Das Finale ist wieder mit schwarzen Beeren, Korinthen, Teer und viel Lakritze. Jung, jung, jung! Da kann man auch in 50 Jahren noch einen riesengrossen Lafite erwarten. Eine Legende, aber auch ein vielleicht atypischer Lafite, denn bisher kamen die allergrössten Weine dieses femininen Pauillac-Premiers immer aus den warmen Jahren. Diese Magnum: 20/20! 21: Magnum. In einer Blindprobe in Oberägeri stand er direkt neben dem Mouton. Dieser zierte sich und "dumpfte". Doch der Lafite war überragend. Daunkel in der Farbe. Die Nase ein Exzess von wildem Cabernet und Kräutertönen, ganz hinten mit minimen Cassisresten. Im Gaumen mächtig, verlangend und wie ein Pauillac Monument aufwartend. Hat mich tief beeindruckt. Die Genussreife garantiere ich für 50 weitere Jahre. Legendär und megaklassisch!!! (20/20). 22: Leider: Die Farbe ist noch extrem jung! Im sehr dunklen, satten Rot sieht man noch violette Reflexe. Die Nase war wenig erbaulich zu Beginn. Einige am Tisch monierten «Korkfehler». Ich kenne diesen Wein schon seit langem. Leider sind sehr viele davon kontaminiert. Will heissen, fehlerhaft. Noch genauer; «TCA-Fehler» darüber habe ich oft geschrieben und es betrifft nicht nur den Lafite beim Jahrgang 1986. Ich nahm das Glas, hielt meine Hand über die Öffnung und schüttelte den Wein kräftig durch. Danach wartete ich ein paar Minuten bis zum nächsten Nasenkontakt. Es zeigte sich eine tendenzielle Besserung. Viel Bakelit, Teer, Karbonileum und andere Aromen, welche in Richtung «starker Reduktion» zeigen. Hinter all diesen nicht gerade wünschenswerten Eindrücken, fand man aber auch recht konservierte, schwarzbeerige Frucht. Im Gaumen war definitiv kein regulärer Korkfehler zu finden, weil er im hinteren Rachenraum nicht zu Bitterkeit mutierte. Massiver, extrem fleischiger Körper mit einer weitreichenden, monumentalen Adstringenz. Eigentlich ein 20-Punktewein, aber leider …

20

/20

André Kunz

Konzentriertes, tiefgründiges, komplexes, mineralisches, schwarzes Bouquet, kleine schwarze Beeren, Black Currant, Schwarztee, Dörrpflaumen, Rosmarin. Dichter, vielschichtiger, eleganter, konzentrierter Gaumen mit viel feinem Tannin, konzentrentrierter, sensationeller Struktur, vielfältiger, konzentrierter, dunkler Aromatik, sehr langer, dichter, aromatischer Abgang mit vielen Rückaromen. 20/20 trinken - 2050

100

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Jane Anson

Jane Anson

Die Tannine bleiben deutlich spürbar, vollständig intakt, und insgesamt zeigt sich dieser 1986er jung, profund, voll von Gewürzkräutern und frisch umgebrochener Erde. Er braucht Zeit in der Flasche oder in der Karaffe, denn auch wenn der 1985er beim ersten Öffnen mehr Charme zeigt, ist dies der Jahrgang des Duos, der am längsten durchhalten wird. Dichte schwarze Früchte sind reichlich vorhanden, dazu Zigarrenkiste, Schwarztee und Schiefer. In seiner Jugend wurde er als tanninreich, solide, fast streng beschrieben, und es ist verblüffend, wie er diesen Charakter über Jahrzehnte bewahrt hat. Es gibt hier noch Nuancen, die sich in den kommenden Jahren zeigen werden, daher sollten Sie ihm Zeit zum Entspannen geben, wenn Sie ihn in den nächsten zehn Jahren öffnen. Ertrag: 45 hl/ha. Der berühmte kreisförmige Keller von Ricardo Bofill befand sich zu diesem Zeitpunkt im Bau.

90

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Logo auf dem Korken: umgedrehtes T (Trescases) Ich bewertete ihn 2004 mit 18 (96), Flasche aus derselben Kiste. Intensives Bukett von Vanille und Kirsche, leicht exotisch, mit einem Hauch Alkohol. Schmelzige, schmeichelnde, seidige Gaumenstruktur, zur Mitte hin weich, endet jedoch herb im Finale. Erinnert nicht an das Verhalten von Lafite in der Beurteilung der Tannin-Körnung.

Beschreibung

Charakteristika und Verkostungstipps zum Château Lafite-Rothschild 1986

Verkostung

Nase
Komplex, verführt die Nase mit intensiven Noten von schwarzen Früchten.

Gaumen
Am Gaumen vereint sich Frische, Fülle und Länge.

Ein ausdrucksstarker Pauillac mit schöner Dichte

Das Weingut

Als Erster unter den Bordeaux Crus Classés von 1855 ist das Château Lafite-Rothschild ein wahrer Herrscher auf seinen Kiesböden. Mit einer langen, 1620 begründeten Weinbautradition hat es sich im Laufe der Jahrhunderte als wahres Aushängeschild der Appellation Pauillac am linken Ufer der Region Bordeaux etabliert. So sind von Kardinal Richelieu bis hin zum damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Thomas Jefferson, die großen Persönlichkeiten dieser Welt dem Zauber dieser großen Weine mit ihrer einzigartigen Seele und unvergleichlichen Raffinesse erlegen.

Der Weinberg

Château Lafite-Rothschild profitiert von einer außergewöhnlichen Lage mit einem Weinberg, der in drei große Zonen von Pauillac unterteilt ist. Von den Hängen, die das Schloss umgeben, über das Plateau des Carruades im Westen bis hin zu einer Parzelle in der benachbarten Gemeinde Saint-Estèphe bewirtschaftet Château Lafite-Rothschild insgesamt 112 ha Rebfläche, die auf feinen, tiefgründigen Kiesböden mit sandiger Oberfläche gepflanzt sind, während der kalkhaltige Untergrund eine hervorragende Drainage gewährleistet.

Der Jahrgang

Nach einem späten Austrieb konnten die warmen und trockenen Monate Mai und Juni den Rückstand aufholen. Ein Regen Anfang September begünstigte eine homogene Véraison, bei gleichzeitig geringeren Niederschlägen in Pauillac als anderswo in Bordeaux. Das bis zum Ende der Lese anhaltende schöne Wetter sicherte eine optimale Reife und verband kontrollierte Feuchtigkeit mit konstanter Sonneneinstrahlung.

Weinbereitung und Ausbau

Parzellenweise Vinifizierung in Holz-, Edelstahl- oder Zementtanks. Alkoholische Gärung mit regelmäßigen Umpumpvorgängen. Maischegärung von etwa 20 Tagen, je nach Jahrgang. Nach der malolaktischen Gärung erfolgt das Einfüllen in Barriques aus französischer Eiche, die aus der eigenen Tonnellerie stammen. Individuelle Verkostung der Fässer zur Auswahl der qualitativ besten Partien für die finale Assemblage. Ausbau über 20 Monate in Barriques (100% neu).

Assemblage

Cabernet Sauvignon (69%), Cabernet Franc (16%) und Merlot (15%).

Château Lafite-Rothschild 1986
2.0.0