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Domaine Bernard Gripa : Saint-Joseph 2023
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Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Saint-Joseph 2023 Domaine Bernard Gripa
Verkostung
Robe
Die Robe zeigt einen eher blassen strohgelben Farbton, veredelt durch zarte goldene Nuancen, die von der schönen Reife der Beeren zeugen.
Nase
Das aromatische Bouquet eröffnet sich mit großzügigen Noten von weißfleischigen Früchten, die an Pfirsich und Aprikose erinnern. Anschließend bereichert es sich um Anklänge von Honigorange, subtile florale Nuancen und eine mineralische Note, die an zerstoßenen Stein erinnert.
Gaumen
Der Gaumen zeichnet sich durch eine bemerkenswerte mineralische Spannung aus, die typisch für sein Terroir ist. Die klar definierte Säure verleiht große Frische und viel Lebendigkeit, ohne jegliche Schwere. Der Abgang bietet eine hervorragende aromatische Persistenz und eine schöne Länge.
Weinpairing
Dieser Weißwein harmoniert hervorragend mit cremigen weißfleischigen Fischen wie Zander oder Hecht sowie mit gegrilltem Wolfsbarsch aus Wildfang oder Steinbutt in Beurre-blanc-Sauce. Er veredelt zudem ein Kalbsragout in weißer Sauce, ein Risotto mit Morcheln oder auch leicht gewürzte Gerichte wie ein mildes Geflügelcurry oder Jakobsmuscheln mit Safran. Bei den Käsesorten empfehlen sich gepresste Hartkäse oder cremige Ziegen- und Schafskäse.
Servieren und Lagerung
Dieser Saint-Joseph 2023 verfügt über ein schönes Alterungspotenzial und wird sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv entwickeln.
Die Eleganz und mineralische Spannung eines Saint-Joseph-Weißweins
Der Produzent
Die Weinbaugeschichte der Familie Gripa im Rhône-Tal reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, doch erst 1974 entstand das Domaine Bernard Gripa wirklich, als Bernard beschloss, seine Weine unter eigenem Namen abzufüllen. Das in Mauves gelegene, sechzehn Hektar große Weingut wird seit 2001 von seinem Sohn Fabrice Gripa geleitet. Das Domaine zeichnet sich durch eine ausgewogene Produktion von Rot- und Weißweinen aus, was in der Region eine Seltenheit darstellt. Fabrice, der 2024 zum Winzer des Jahres gewählt wurde, kreiert dort Cuvées, die Tradition mit technischer Präzision verbinden.
Der Weinberg
Die für diesen Saint-Joseph-Weißwein bestimmten Reben sind im Durchschnitt etwa vierzig Jahre alt. Sie gedeihen auf steilen, nach Süden und Südosten ausgerichteten Hanglagen mit primären Böden aus Granit und Gneis. Die steile Topografie erfordert eine vollständig manuelle Bearbeitung der Reben. Als überzeugter Verfechter eines nachhaltigen Weinbaus verzichtet das Domaine auf jegliche synthetischen Pestizide und setzt stattdessen auf eine regelmäßige Bodenbearbeitung sowie die Zugabe von organischem Kompost, um das natürliche Gleichgewicht des Terroirs zu bewahren.
Der Jahrgang
Das Jahr 2023 war geprägt von besonders uneinheitlichen und komplexen klimatischen Bedingungen mit Phasen intensiver Hitze und Gewittern im Spätsommer. Dank ihrer privilegierten geografischen Lage und ihrer ausgezeichneten Ausrichtung blieben die Parzellen des Domaine jedoch von den schwersten Unwettern verschont, sodass Beeren mit optimaler Reife und schönem Gleichgewicht geerntet werden konnten.
Weinbereitung und Ausbau
Die Entstehung dieses Saint-Joseph 2023 beginnt mit einer sorgfältigen manuellen Lese, gefolgt von einer äußerst schonenden Pressung, um den Saft ohne Bitterkeit zu extrahieren. Die Gärung erfolgt zu 80 % in Holzfässern, um Struktur zu verleihen, und zu 20 % in Edelstahltanks, um die Frische zu bewahren. Anschließend erfolgt ein acht- bis zwölfmonatiger Ausbau auf der Feinhefe, begleitet von Remontage und Bâtonnage, die je nach gewünschtem Profil angepasst werden.
Rebsorten
80 % Marsanne, 20 % Roussanne.



