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Château Ducru-Beaucaillou 2001
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89
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Für einen Ducru eher leichtfüßig, mit einem an 1999 erinnernden Charakter: Diese Cuvée aus 68 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot und 2 % Cabernet Franc präsentiert sich zugänglich, mittelgewichtig und hübsch, mit Noten von Cranberrys, schwarzen Kirschen, Cassis und erdigen Nuancen. Voller Finesse, jedoch mit fehlender Konzentration und Tiefe, sollte er in den nächsten 10–12 Jahren getrunken werden.
93
/100
Wine Spectator
James Molesworth
Bietet eine ansprechende Fruchtsüße, mit Noten von Himbeer- und Johannisbeer-Coulis, die über eine polierte Struktur gleiten. Verführerische Nuancen von Mesquite, Weihrauch und Rooibos-Tee ziehen sich hindurch und offenbaren im Abgang einen leichten, eisenhaltigen Nachhall. Eher von moderater Statur, aber gut gebaut. -- Blindverkostung: Bordeaux-Retrospektive '01/'03/'05 (Dezember 2017). Jetzt bis 2025 trinken.
95
/100
Decanter
Mit nun 20 Jahren zeigt der 2001 Ducru-Beaucaillou Aromen von Lakritz, Menthol, Leder, Tabak und dunklen Beeren, mit einem rauchigen Hauch. Der Auftakt ist lebhaft, und obwohl der Gaumen eine moderat dichte Struktur besitzt, wirken die Tannine in diesem Stadium noch etwas saftig. Im langen, luftigen Abgang zeigen sich Anklänge sowohl animalischer Noten als auch dunkler Beeren. Er steht nun kurz vor seinem Höhepunkt.
90
/100
Vinous
Neal Martin
Der Ducru-Beaucaillou 2001, 12 Monate in zu zwei Dritteln neuen Eichenfässern ausgebaut, ist ein Jahrgang, der meiner Meinung nach angesichts der Leistungen seiner Vergleichsjahrgänge nie ganz den Vorschusslorbeeren gerecht wurde. Mit 20 Jahren wirkt das Bouquet weiter entwickelt als bei anderen, dabei durchaus ansprechend, mit Noten von Nelke, Erdreich, Tomatenranke und roten Beerenfrüchten. Ich frage mich, ob er nicht etwas mehr Hängezeit gebraucht hätte? Am Gaumen mittelkräftig mit feinen Tanninen, ein beschwingter Ducru-Beaucaillou, gut ausbalanciert, aber – um es anders auszudrücken – es scheint ihm an Ehrgeiz zu fehlen. Jetzt perfekt zu trinken; ich glaube nicht, dass längere Kellerreife belohnt wird. Verkostet bei der Ducru Beaucaillou-Vertikale auf dem Château.
92
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Aromen von Kaffee, Trüffel, feuchter Erde, Schwarzkirsche und Gewürzen führen zu einem weichen, runden, offenen Ducru Beaucaillou mit mittlerem Körper und geschliffenem Stil. Er ist schon heute bereit, mit Genuss getrunken zu werden.
17
/20
Weinwisser
Reservierte Nase, dezent grünlich im Ansatz, Szechuanpfefferkörner, würzig, es fehlt vielleicht etwas die Süsse. Am Gaumen recht nervig mit noch immer mehligen Tanninen, aufrauend, lässt es an Finesse vermissen und bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück.
18
/20
René Gabriel
02: Mittleres Granat-Purpur mit rubinem, aufhellenden Rand. Subtiles, duftiges Bouquet von Kirschen-, Pflaumen-, Zedern- und Bleistiftnoten, eine warme, reife Frucht darin zeigend, feine Terroirwürze. Im Gaumen sehr fein und mit samtig süss ausstrahlenden sowie Kandis bestückten Tanninen, trotz einer gewissen, fast verspielten Leichtigkeit ist eine herrliche Aromatik vorhanden, typische, klassische Ducru-Aromatik im langen, wiederum delikaten Finish. Kann noch zulegen. 04: Gemessen an vergleichbaren Deuxièmes des gleichen Jahrganges kommt dieser Ducru schlank und elegant daher (17/20). Im Herbst 2005 auf Bora Bora blind verkostet. Wunderschön, fast «sauffig», aber gerade darum fehlt ihm etwas das Grand-Cru-Spiel und die Nachhaltigkeit. Dafür kann man ihn jetzt schon trinken. (17/20). 06: Irgendwie ist das ein «Friede-Freude-Eierkuchenwein». Fein und allgefällig. Ich bin mir gar nicht sicher ob das eher Finessen sind oder als dünn bezeichnet werden muss. Es erstaunt zumindest, dass ein so junger Ducru schon als reif bezeichent werden kann. 08: Dunkles, reifendes Granat, aufhellender Rand. Reifendes Bouquet, erinnert an einen Chambolle-Musigny im ersten Ansatz, Wildhasenfleisch, eingelegte Pflaumen, Lakritze, wirkt vom Bouquet her schon reif und zeigt dabei wunderschöne Terroirnoten. Feiner, sehr eleganter Gaumen, fein körnige Tannine die dem Wein noch Rückhalt gewähren, wirkt noch etwas vordergründig auf der Zunge, hat irgendwie mehr Kraft wie Harmonie. Aber vielleicht schafft er das noch raus mit dem Alter. (17/20). 09: Reservierte Nase, dezent grünlich im Ansatz, Szechuanpfefferkörner, würzig, es fehlt vielleicht etwas die Süsse. Der Gaumen zeigt sich etwas nervig mit viel (noch?) mehligen Tanninen, aufrauend und noch an Finessen missend. Heilt hier die Zeit jene Wunden? Liegt somit etwas hinter den Château- und Jahrgangserwartungen. (17/20). 10: Wir bekamen ihn blind serviert bei einem Diner am Tisch der Médévilles in Preignac. Ich staunte über die Blaubeerigkeit und suchtig im Pauillac. Also legt er zu und zeigt erstaunlich viel schwarze Beeren. 11: Hat wieder zu gelegt. Richtig geballt und würzig im Bouquet mit viel tiefgründigen, trüffeligen Noten. Jetzt bekommt er den Punkt mehr, den ich an sich schon letztes Jahr zücken wollte. Eine Stunde Dekantieren tut ihm gut. (18/20). 15: Dunkles Weinrot, mittlere Tiefe, aufhellender Rand. Unter allen degustierten Weinen die schönste, filigranste Würze zeigend, dies mit Nuancen von reifen Pflaumen, viel Noblesse. Legt permanent zu an der Luft. Bereits in der Nase ein grosser Bordeaux. Im Gaumen royal, feine Tannine, traumhafte, breit ausgelegte Aromatik, in sich sehr konzentriert und extrem nachhaltig. 21: Reifendes, leicht mattes Granat. Elegantes, vielschichtiges Bouquet, Zedernduft, rotes Pflaumenmus, Grafit (Bleistiftmine), heller Tabak und Bastholz. In seiner nasalen Aromengrundform erinnert er ganz deutlich an frühere, reife, recht grosse Ducru-Jahrgänge. Der Gaumenfluss ist weich, fast milchig, anschmiegsam und harmonisch balanciert. Er zeigt eine feinwürzige, minim unterreife Cabernetkontur. Dabei klingt er lange aus. Ein milder Saint-Julien-Grande mit Anmut und Schönheit!
17
/20
André Kunz
Aromatisches, elegantes, würziges Bouquet, Tabak, blaue Beeren, Korinthen, Zedern. Klassischer, mittelkräftiger Gaumen mit trockenem Tannin, feiner Frucht, rustikaler Struktur, trockener Abgang. 17/20 trinken - 2025
95
/100
The Wine Independent
Lisa Perrotti-Brown
Eine Cuvée aus 68 % Cabernet Sauvignon und 32 % Merlot: Der Ducru-Beaucaillou 2001 zeigt sich in einem mittleren Granatton mit ziegelroten Reflexen. In der Nase wirkt er reif, bewahrt jedoch viel Frucht und Frische. Noten von getrockneten Rosen, Johannisbeergelee, Zimtstange und nicht angezündeten Zigarren steigen mühelos aus dem Glas, gefolgt von Anklängen an Bleistiftmine, Fleischsaft und Tapenade. Am Gaumen mittelgewichtig, mit lebendigen Schichten roter Beeren und erdigen Nuancen, weichen Tanninen und großartiger Spannung, endet er in einem langen Finale mit würzig-floralem, parfümiertem Nachhall.
15
/20
Bettane+Desseauve
Der Wein ist harmonisch und geschmeidig, mit reichhaltigen Tanninen und einer ausgezeichneten Traubenreife, doch seiner Tanninstruktur fehlt es etwas an Dichte.
94
/100
La RVF
Er zeigt sich fein, elegant und sehr bekömmlich, mit zarter Textur und geschmeidigen Tanninen. Er besitzt eine sehr schöne Länge und ein seidiges Mundgefühl.
93
/100
Yves Beck
Mittleres Granatrot. Fruchtiges Bouquet von guter Intensität, mit Nuancen von Preiselbeeren, Kirschen und schwarzer Johannisbeere. Am Gaumen ist der Auftakt fruchtig, der Körper von guter Intensität. Es könnte vielleicht etwas mehr Dichte zeigen, doch es erreicht ruhig seine Reife und spiegelt die fruchtigen Eigenschaften der Nase perfekt wider. Die Tannine wirken im Hintergrund und geben den nötigen Halt für die kommenden Jahre.
92
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Reife Farbe. Fruchtige, rauchige Nase mit einem entwickelten Bouquet. Ein Hauch von Zedernholz. Schöner aromatischer, frischer Auftakt am Gaumen, mit Geschmack, schöner Präsenz, Strahlkraft und feinen Tanninen. Leichte Lebhaftigkeit im Abgang. Normale Länge. 2010 außerhalb des Weinguts mit 16,5 bewertet.



