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Château d'Yquem 1989
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Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Château d'Yquem 1989
Verkostung
Farbe
Dieser Weißwein zeigt eine tiefgoldene Farbe, die sich mit der Zeit zu einem bernsteinfarbenen und vollkommen klaren Ton entwickelt.
Nase
Überschwänglich und von großer Komplexität, offenbart die Nase Aromen von Honig, Akazie, Orangenblüte und kandierten exotischen Früchten wie Mango und Ananas. Bei der Belüftung bereichert sie sich um Noten von Marmelade, Praline und Karamell, unterlegt von feinen Anklängen von Safran und süßen Gewürzen.
Gaumen
Massiv reich und samtig, bietet der Gaumen eine viskose Textur, die ideal durch eine bemerkenswerte Spannung und Säure ausbalanciert wird. Er entfaltet Aromen von Trockenobst, Feige, Quitte und Karamell und zieht sich zu einem außergewöhnlich langen Abgang hin, der von Noten von Zitronentee und einer schönen Mineralität geprägt ist.
Weinpairing
Dieser große Süßwein harmoniert vortrefflich mit gebratener Gänseleber oder Gänseleberterrine, edlem Geflügel mit einer Rahmsauce oder auch mit blauschimmeligen Käsesorten wie Roquefort. Er wird ebenfalls Obstdesserts oder Gerichte mit süß-salzigen Aromen, wie sie in der asiatischen Küche typisch sind, hervorragend zur Geltung bringen.
Service und Lagerung
Für eine optimale Verkostung wird empfohlen, den Château d'Yquem 1989 bei einer Temperatur von etwa 12 °C zu servieren, idealerweise nach einer Dekantierzeit von 30 Minuten bis einer Stunde. Dieser Wein kann schon heute genossen werden und wird sich voraussichtlich bis etwa 2065 weiterentwickeln.
Château d'Yquem: einziger Premier Cru Supérieur im Sauternes
Das Weingut
In Frankreich, in der Region Bordeaux, gelegen, ist das Château d'Yquem ein legendäres Gut, dessen Gründung als durchgehend bewirtschaftetes Weingut auf das Jahr 1593 zurückgeht. Als einziger 1855 als Premier Cru Supérieur klassifizierter Süßwein verkörpert es höchste Ansprüche. Heute gehört das Anwesen zur LVMH-Gruppe und wird von Pierre Lurton geleitet, mit Lorenzo Pasquini als Generaldirektor. Seine wesentliche Besonderheit liegt in seiner Kompromisslosigkeit: Wird die Qualität einer Ernte als unzureichend beurteilt, verzichtet das Château in diesem Jahr auf die Erzeugung eines großen Weins.
Der Weinberg
Der Weinberg erhebt sich auf bis zu 80 Meter Höhe und erstreckt sich über rund hundert Hektar Anbaufläche im Herzen der Appellation Sauternes. Die Reben, die durchschnittlich etwa dreißig Jahre alt sind, wachsen auf einem Mosaik von Böden aus drainierenden Kiesen mit einem lehmigen Untergrund. Dieses einzigartige Terroir profitiert von den morgendlichen Nebeln, die durch das Zusammentreffen von Ciron und Garonne entstehen und die Entwicklung der Edelfäule begünstigen. Das Anwesen wird ohne chemische Unkrautbekämpfung bewirtschaftet und hat 2022 mit der Umstellung auf zertifizierten biologischen Anbau begonnen, mit äußerst geringen Erträgen von etwa einem Glas Wein pro Rebstock.
Der Jahrgang
Das Jahr 1989 zeichnet sich durch ein sehr warmes Wetter aus, das eine frühe Reife begünstigte. Im Juli traf ein heftiger Hagelsturm den westlichen Teil des Anwesens und verringerte die Ernte um etwa 20 %. Weit davon entfernt, die Qualität zu beeinträchtigen, verstärkte dieses Ereignis paradoxerweise die Konzentration der verbleibenden Beeren. Der Herbst bot anschließend ideale Bedingungen für eine optimale Entwicklung der Botrytis, wodurch Trauben von außergewöhnlichem Reichtum entstanden.
Vinifikation und Ausbau
Die Weinlese des Château d'Yquem 1989 wurde sorgfältig von Hand durchgeführt, in mehreren aufeinanderfolgenden Durchgängen, um ausschließlich die von der Edelfäule perfekt veredelten Beeren zu ernten. Nach einer schrittweisen Pressung, die es ermöglichte, die reichhaltigsten Säfte zu gewinnen, wird jeder Erntetag separat in Barriques vinifiziert und sechs bis acht Monate lang ausgebaut. Die abschließende Assemblage krönt anschließend diesen äußerst präzisen Prozess.
Rebsorten
Dieser Wein entsteht aus einer Assemblage von Sémillon und Sauvignon Blanc.






