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Château d'Yquem 1986
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Nachhaltiger Weinbau

Château d'Yquem 1986

1er cru Supérieur - - - Weiss - Einzelheiten
Parker | 98
R. Gabriel | 19
J. Robinson | 18.5
Wine Spectator | 83
Vinous Neal Martin | 93
€ 915,00 inkl. MwSt.
(
€ 1.220,00 / L
)
Verpackung : Flasche (75cl)
1 x 75CL
€ 915,00

Bereitstellung durch den Produzenten ausstehend, versandbereit ab dem 16. Juli 2026

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Bewertungen und Rating

98

/100

Robert Parker Wine Advocate

Robert M. Parker, Jr.

Es gibt keinen anderen Wein auf der Welt wie ihn, und kein anderer Luxuswein vermag seinen Preis so sehr zu rechtfertigen wie Yquem. Das außergewöhnliche Ausmaß an akribischer, mühevoller Arbeit, das nötig ist, um den Nektar namens Yquem zu erzeugen, ist nahezu unvorstellbar. Ein faszinierendes Unterfangen. Mit deutlich mehr Botrytis als beim kolossalen 1983er, aber weniger Kraft und Alkohol, erinnert der Yquem 1986 geschmacklich an den 1975er – nur früher zugänglich und zugleich konzentrierter. Mehrere hoch angesehene Bordeaux-Négociants, die Yquem verehren, behaupten, der Yquem 1986 sei der größte Wein, der auf dem Gut seit dem legendären 1937er erzeugt wurde. Sein betörendes Bouquet aus Ananas, sautierten Haselnüssen, Vanille und reifen Aprikosen ist atemberaubend. Überzeugend konzentriert scheinen sowohl die Weite als auch die Tiefe der Aromen keine Grenzen zu kennen. Dieser vollmundige, kraftvolle und dennoch makellos ausbalancierte Yquem dürfte für weitere 40 bis 55 Jahre unvergesslichen Trinkgenuss bieten. Wie der 1983er ist auch dies erneut ein Meisterstück der Weinbereitung. Erwartete Reife: 2000-2040. Zuletzt verkostet: 04/91.

83

/100

Wine Spectator

Aus einem herausragenden Jahrgang in Sauternes zeigt dieser Yquem zwar Honignoten, zündet aber nicht wirklich. In der Nase etwas flach, es fehlt an Säure; im Abgang wirkt er leicht trocken. — Yquem-Vertikale. Jetzt bis 2010 trinken.

93

/100

Vinous

Neal Martin

Der Yquem 1986 zeigt ein reiches, großzügiges Bouquet mit Aromen von Crème brûlée, Safran und getrockneter Mango, begleitet von einem derzeit sehr ausgeprägten Patisserie-Duft. Dazu kommt eine spirituose Note, die irritiert. Am Gaumen gut ausbalanciert, mit würzigem Auftakt und viel Ingwer, der sich mit Noten von Mandarine und Orangenschale verbindet. Ein kraftvoller, beinahe wuchtiger Yquem, dem jedoch die Komplexität und Weite des 1988 oder 1989 fehlen. Ein Yquem von Format, eher von Statur als von Nuance. Trotz einwandfreier Provenienz gibt es bessere Flaschen. Verkostet bei der Yquem-Vertikale auf dem Château.

96

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

1986 d’Yquem bietet die perfekte Balance zwischen Säure und süßer, reifer, honiggetränkter Tropikfrucht. Ananas, Crème brûlée, Aprikosen, Honig, geröstete Nüsse und Vanille – dazu Frische, Süße und ein belebender Zug.

19

/20

Weinwisser

Intensives Gold mit Bernsteinton. Gute Bouquetintensität. Orangenblüten, Mandeln, Honig, Vanille und Röstaromen. Frischer und intensiver Gaumenauftakt. Verführerisch, aber auch kräftig. Die Struktur ist ausgeprägt und fruchtstützend und das macht sich im Abgang klar bemerkbar. Wunderschöne Fruchtintensität im Nachklang. Ein grosser Yquem, mit grossem Potenzial. Man kann beginnen, ihn zu geniessen.

19

/20

René Gabriel

Der erste Schluck liess hier einen möglichen Jahrhundertwein vermuten. Doch es kam bei einer nächsten Verkostung ganz anders: Fassungslos schaute ich auf das Etikett, nachdem es während einer umfassenden Yquem-Blindprobe enthüllt worden war. Dann schaute ich nochmals auf meinen Zettel: 15/20 Punkte! Und alle anderen Degustatoren schüttelten ebenfalls den Kopf, denn dieser legendäre 86er präsentierte sich ausserordentlich schlecht. Als ich ihn im Frühling mit Jean-Pierre Moueix zum ersten Mal trank, predigte ich am Mittagstisch, dass dieser Jahrgang für mich als Nachfolger für den 37er in Frage komme und jetzt dies: Eigenwilliges Bouquet; Sultaninen, an einen Rheinriesling erinnernd. Pflanzlicher Gaumen, feine Bitterkeit, chlorig, salzig. Zum Schlusswort hatte ich noch bemerkt; einfache Süsse ohne Klasse. Das muss eine schlechte Flasche gewesen sein! Auf alle Fälle ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen. Keine Bewertung für diese Flasche! 1996 aus drei verschiedenen Flaschen degustiert: Alle waren plumpsüss und weit davon entfernt, den Anspruch auf einen Jahrhundertwein zu haben. Nach so vielen schlechten Flaschen muss ich allen Yquem-Freunden von einem Kauf des 86ers dringend abraten. Vielleicht erholt er sich irgendwann und wird zu dem, was er anfänglich versprach. Vielleicht erlebt er eine derartige Renaissance wie damals der 82er. Trotzdem ich an und für sich ein optimistischer Mensch bin, fehlt mir dazu momentan der Glaube. 97: Jetzt weiss ich, was das Problem dieses an sich grossen Yquem ist: Er ist zu "kalt". Während der 83er, der 88er und der 89er fast explosiv nach Dörrfrüchten riechen, gibt sich dieser 86er wie ein kalter Chablis: In der Nase finden sich Kalk-, Magnesiumspuren und eine dezente, fast diskrete Süsse. So kann sich auch der im Säurebild gezeigte Botrytis-Ton nicht offenbaren. Auch die nächsten fünf, vielleicht gar zehn Jahre wird man keine Zuneigung erfahren können. Aber – er wird zulegen und in seiner Hochblüte ein Barsac-ähnlicher, grosser Yquem sein. Doch gerade ein paar Monate später wieder eine 16/20 Punktflasche: Parfümiertes Bouquet; facettenreich mit angenehmer Süsse. Saftiger Gaumen, Honigmelonen, gute Länge. Wurde von anderen Degustatoren eher höher bewertet. Es ist leider zu vermuten, dass es wie beim 67er und 75er verschiedene Flaschen gibt! Was aber unter allen Vermutungen als sehr positiv zu werten ist: Dieser Wein hat in zwanzig Jahren das Zeug zu einem Jahrhundertwein zu werden. 99: Zur Krönung eines unvergesslichen Abends bei Christine und Christoph Rageth in Dietikon getrunken und unter Gitarrenklängen zu Grabe getragen: Mittleres Gelb mit ersten Goldreflexen. Sanft röstiges, nach Vanille und Aprikosen duftendes Bouquet, die Botrytis wirkt verdeckt im Hintergrund. Fetter, opulenter Gaumen; die Aromen sind noch verschlossen und der Wein zeigt sogar eine gewisse Tannin-Adstringenz. Kurz nach dem Ausliefern vom Château waren die Anzeichen für einen ganz, ganz grossen Yquem-Jahrgang gegeben. Dann folgten schwierige Jahre und oft auch etwas schwer verständliche Flaschenfüllungen. Und dann hatte ich das absolute Aha-Erlebnis von einem umwerfenden Sauternes. Ein immenses Potential ist ihm auf jeden Fall gewiss. Leider scheint es unterschiedliche Flaschenqualitäten zu geben. Die Besten: 19/20. 06: Die tiefste Farbe aller degustierten Sauternes. Kühles Bouquet, Orangenblüten, Aprikosen, wie frisch gekocht, pfeffrig und reich, kompakte Süsse, sehr parfümiert im Innern, weisser Pfeffer, Zitronat, wirkt noch sehr jung und frisch, endet mit einem enromen Frucht- und auch Süssdruck und weist ein enormes Alterungspotential auf. Ein grosser Yquem der irgendwie seine Sauternestypizität auch mit gewisser, an einen ganz grossen Barsac erinnernder Finesse vermischt. 08: Zwei Mal am gleichen Tag getrunken! Zuerst am Mittag auf Cos d'Estournel mit Jean Guillaume Prâts und dann am Abend mit François Xavier Borie auf Grand Puy Lacoste. Das Primeurgeschäft hat also auch seine guten Seiten! (19/20). 16: Leuchtendes Orange-Gold. Geniales Bouquet, zarte Agrumentöne und eine vielschichtige Botrytisnote, Orangenblüten, frische, erkaltete Aprikosenmarmelade, sehr ausgeglichen. Im Gaumen feinfüllig, balanciert, homogen im Fluss, nachhaltig im Finale. Gehört zu den grossen Yquems, aber nicht zu den spektakulären. Oder vielleicht kommt das noch, denn im Gegensatz zu allen anderen 1986er Sauternes, ist hier noch weiteres Potential vorhanden. Insgesamt ein nicht zu unterschätzendes Finessenpaket. War allen Konkurrenten überlegen. (19/20). 19: : Leuchtendes Gelbgold, noch nicht so entwickelt (der Rieussec ’86 in der gleichen Serie war wesentlich dunkler!). Nachdem ich recht viele 1986er immer wieder verkostete, ist dies der einzige Wein bei dem man von der ersten Sekunde an Botrytis findet. Wenn auch nicht so intensiv. Das Bouquet ist weit ausladend und facettenreich. Es frische Beeren da, hoch reife Früchte und auch getrocknete Früchte. So im Bereich Aprikosen, Pfirsich, Mirabellen und Orangen. Verhalten und zärtlich zugleich. Im Gaumen sublim und doch füllig, die Säure ist eingebunden, der Fluss weich, fast eine seidige Textur aufweisend. Das Finale ist gebündelt, intensiv und sehr lang. Ein ganz grosser Yquem ist es nicht. Jedoch ist hier auch noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn die Genussreife fängt erst an. Und weil es a.) ein Sauternes und b.) ein Yquem ist, rechnete ich hier mit einer Genussgarantie bis fast ins Jahr 2100. (19/20). 21: Beim Diner auf Lynch-Bages. Der Wein wurde uns blind serviert. Ich tippte auch 1988 und mutmaste entweder Suduiraut oder Yquem. Den Yquem 1988 hatte ich ein paar Tage zuvor. Es war aber der 1986. Mit halb gereifter, goldener Farbe und zart gürnlichen Reflexen. Die Nase voll von Mirabellen, grünen Pflaumen und Safran. Die Botrytis drängt (noch) ncht so richtig durch und so wirkt der angenehm süss Wein pflanzlich, aprikosig und melassig zugelich. Im Gaumen zeigt er aber wesentlich mehr Grösse. (19/20)

19

/20

André Kunz

Samtenes, cremiges, volles, süsses, kräftiges Bouquet, Rosinen, Dörraprikosen, Honig, Pertinax. Samnter, dichter, cremiger, voller Gaumen mit kräftiger Süsse, feiner Säure, Lindenblütentee. Cremiger, voller, samtener Gaumen mit vielfältiger Aromatik, cremiger Struktur, kräftiger Süsse, langer, voller Abgang. 19/20 trinken - 2040

96

/100

Jane Anson

Jane Anson

Ein heißer, trockener Sommer in Sauternes nach einem schwierigen Saisonbeginn – und dies war einer der spätesten Jahrgänge, die je verzeichnet wurden. Die Lese kam erst nach einer Regenphase Ende Oktober richtig in Gang; darauf folgte ein trockener, sonniger November, in dem die Lese den ganzen Monat über fortgesetzt wurde (das Château erinnert sich, dass ein Großteil davon unter einer malerischen Nebeldecke stattfand). Das Ergebnis ist äußerst beeindruckend, und selbst heute hat dieser Yquem noch einen jugendlichen Drive. Freuen Sie sich auf viel pikante Marmelade, Ananas und Orangenschale, getrocknete Früchte, unterlegt mit Trüffel, Safran, Zitronenconfit, gesalzenem Karamell und geröstetem Kreuzkümmel. Alexandre de Lur Saluces leitete das Weingut 1986, wie schon seit den 1960er-Jahren. Ausbau in 100 % neuem Eichenholz.

95

/100

The Wine Independent

Lisa Perrotti-Brown

In der Farbe blass- bis mittelgold mit einem Hauch von Bernstein, entfaltet sich der d'Yquem 1986 im Glas langsam mit einem kraftvollen Crescendo aus Orangenmarmelade, Honigwabe, Praliné und schwarzem Tee, gefolgt von Anklängen an braunen Zucker und geröstete Mandeln. Am Gaumen zeigt er sich wunderbar würzig, mit einem messerscharfen Säurerückgrat, das eine mitreißende Spannung erzeugt, und einem langen, nussigen Finale. Der Restzucker beträgt 96,9 g/l.

98

/100

Le Figaro Vin

Der Jahrgang 1986 brachte nicht den kraftvollsten Wein hervor, doch die Botrytis ist von allererster Qualität, und der Wein ist fein, lang, erstaunlich strukturiert und schlank, von zeitloser Jugendlichkeit, mit schönen Safrannoten.

95

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Kupferfarbene Robe. Fruchtige Nase, leicht vanillig und geröstet. Noten von Crème brûlée und Vanille. Seidig im Auftakt, der Wein schmilzt am Gaumen, extrem fruchtig und schmeichelnd, mit Energie und Dichte. Im Nachhall lässt er kurz etwas nach, um dann wieder mit schönen, komplexen Aromen anzusetzen. Momentan sehr zugänglich.

Beschreibung

Verkostungstipps für den Château d'Yquem 1986

Verkostung

Robe
Schöne goldene Robe mit silbernen Nuancen.

Nase
Der Wein öffnet sich mit harzigen und würzigen Düften, die Nase enthüllt an der Luft köstliche Noten von trockenem Farn, Quittenpaste, getrockneter Feige, bitterer Mandel und dann Zitrusfrüchten, Zitronengras.

Gaumen
Eleganz und Balance: der Gaumen offenbart Aromen von kandierten Früchten und Karamell.

Komplexität und Raffinesse: Ein großer Sauternes

Das Weingut

Südlich von Bordeaux gelegen, gehört Château d'Yquem zu den absoluten Top-Referenzen im Sauternes. Dieser legendäre Premier Cru Classé Supérieur profitiert von einem außergewöhnlichen Terroir und bringt weltweit gesuchte Süßweine hervor.

Der Weinberg

Château d'Yquem ist ein außergewöhnlicher Ort, eingebettet in die Hügel der Appellation Sauternes, mit hundert Hektar Weinbergen, die auf einer Mosaik von kiesig-sandigen Terroirs angepflanzt sind.

Der Jahrgang

Während der Beginn des Jahres durch kühle und besonders feuchte Bedingungen bis April gekennzeichnet ist, sorgen warme Bedingungen ab der Blüte für einen homogenen Vegetationszyklus. Der Niederschlag im September in Kombination mit milden Temperaturen ist ideal für das Auftreten von Botrytis Cinerea. Die Ernte erfolgt in 4 Durchgängen zwischen dem 6. Oktober und dem 10. November.

Assemblage

Sémillon
Sauvignon Blanc

Château d'Yquem 1986
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