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Jean-Paul & Benoît Droin : Chablis 1er cru "Montée de Tonnerre" 2023
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Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Chablis 1er Cru „Montée de Tonnerre“ 2023 von Jean-Paul & Benoît Droin
Verkostung
Robe
In weißer Farbe zeigt sie einen schönen blassgoldenen Ton, typisch für ihr Terroir.
Nase
Die Nase ist von großer Komplexität und offenbart Aromen von Limettenzeste, Stachelbeere und Birne. Hinzu kommen Nuancen von tropischen Früchten, eine subtile rauchige Reduktion sowie eine sehr ausgeprägte mineralische und salzige Note.
Gaumen
Der Gaumen ist zugleich dicht und elegant, zunächst mit großzügigen Aromen von Steinobst, bevor er sich zu einer lebhaften und rassigen Frische entwickelt. Das trockene und texturierte Finale offenbart eine fast tanninartige Struktur, getragen von einer schönen Säure.
Weinpairing
Ideal zu Meeresfrüchten, entfaltet dieser Wein sein volles Potenzial besonders zu Austern, gedämpften Muscheln oder gebratenen Jakobsmuscheln. Er begleitet ebenso vortrefflich Fisch- oder Geflügelgerichte mit Sahnesauce, Geflügel mit Estragon sowie gereifte Käsesorten wie Comté, Beaufort, Parmesan oder Ziegenkäse.
Service und Lagerung
Mit einem großen Alterungspotenzial ausgestattet, kann dieser Chablis 1er Cru „Montée de Tonnerre“ 2023 von 2028 bis etwa 2045 genossen werden.
Weitere Merkmale
Dieser trockene Weißwein weist einen sehr niedrigen Restzuckergehalt von 1,5 g/l auf, begleitet von einem pH-Wert von 3,29 und einer Gesamtsäure von 3,68 g/l, was trotz der Hitze des Jahres für eine bemerkenswerte Spannung sorgt.
Der mineralische und komplexe Ausdruck eines großen Chablis-Weißweins
Der Produzent
1620 gegründet, zählt das Weingut Jean-Paul & Benoît Droin zu den historischen Persönlichkeiten Burgunds. Im Herzen von Chablis gelegen, erstreckt sich der Betrieb über etwa 26 Hektar, verteilt auf die prestigereichsten Terroirs der Appellation. Heute steht Benoît Droin, der 1999 die Nachfolge seines Vaters antrat, als dreizehnte oder vierzehnte Generation an der Spitze des Weinguts. Er verfolgt dabei eine Philosophie, die auf dem Respekt gegenüber den Böden und einer wenig interventionistischen Vinifikation beruht, wobei insbesondere der Einsatz von neuem Holz begrenzt wird, um die Reinheit und Mineralität jeder Parzelle zum Ausdruck zu bringen.
Der Weinberg
Dieser Wein stammt aus dem berühmten Climat Premier Cru Montée de Tonnerre in Chablis. Das Weingut bewirtschaftet dort 1,76 Hektar Reben im Alter von 40 bis 45 Jahren, verteilt auf die Teilbereiche Chapelot und Côte de Bréchain. Nach Westen und Südwesten ausgerichtet, liegen diese Parzellen auf flachgründigen, mergeligen Kalkböden des Kimmeridge, durchzogen von blauen Tonadern. Der Weinberg wird nach den Prinzipien des kontrollierten Pflanzenschutzes bewirtschaftet, mit regelmäßiger Bodenbearbeitung durch Pflügen und einer strikten Ertragskontrolle.
Der Jahrgang
Das Jahr 2023 zeichnet sich durch besonders warme Bedingungen und außergewöhnlich viel Sonnenschein aus. Nach einer Frostperiode Anfang April, die die Entwicklung einiger Reben beeinträchtigte, stabilisierte sich die Saison. Ende August und im September herrschten starke Hitzewellen, die die Reifung der Beeren beschleunigten. Um die Frische und die natürliche Säure der Trauben zu bewahren, begann die Weinlese bereits sehr früh, in den ersten Septembertagen.
Vinifikation und Ausbau
Für diesen Chablis 1er Cru „Montée de Tonnerre“ 2023 werden die Trauben von Hand gelesen. Nach einer sanften pneumatischen Pressung und einer kalten Vorklärung von einigen Stunden setzt die Gärung dank indigener Hefen ein. Sie erfolgt zu 75 % in Edelstahltanks und zu 25 % in französischen Eichenfässern. Anschließend erhält der Wein einen Ausbau von etwa zehn Monaten, aufgeteilt zwischen Tanks (60 %) und Eichenfässern (40 %, davon 20 % neues Holz), währenddessen die malolaktische Gärung stattfindet.





