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Artikel (2211)

Weißweine

Laurent-Perrier : Millésimé 2007
 T.T.C. T.T.C.Ein Karton mit 6 Flaschen im Etui (75cl) |
Les prix légers
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R. Gabriel
18 / 20
Parker
96+ / 100
Château Rieussec 2015
 T.T.C.Eine Kiste mit 6 Flaschen (75cl) |
1er cru classé
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Parker
97+ / 100
Louis Roederer : Cristal 2008
 T.T.C.1 Flasche in der Kassette (75cl) |
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Parker
95 / 100
Laurent-Perrier : Grand Siècle
 T.T.C.1 Flasche in der Kassette (75cl) |
Die leichten Preise
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Parker
94 / 100
Louis Roederer : Vintage 2012
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Dom Pérignon : Vintage 2009
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R. Gabriel
20 / 20
Parker
92 / 100
Château Lafaurie-Peyraguey 2010
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90 / 100
De Sousa : Brut Réserve Grand cru Blanc de Blancs
 T.T.C. T.T.C.Ein Karton mit 6 Flaschen (75cl) |
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Parker
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J. L. Vergnon : Expression Blanc de Blancs Grand cru Extra Brut 2008
 T.T.C. T.T.C.Ein Karton mit 6 Flaschen im Etui (75cl) |
Les prix légers
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Parker
95+ / 100
Louis Roederer : Cristal 2009
 T.T.C.1 Flasche in der Kassette (75cl) |
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Parker
94+ / 100
Dom Pérignon : Vintage 2003
 T.T.C. T.T.C.1 Magnum in der Kassette (1,5l) |
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Parker
96 / 100
Philipponnat : Clos des Goisses 2002
 T.T.C.1 Flasche in der Kassette (75cl) |
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Les prix légers
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Clos des Lunes "Lune d'Argent" 2017
 T.T.C.Ein Karton mit 12 Flaschen (75cl) |
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R. Gabriel
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Parker
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Château Guiraud 2003
 T.T.C. T.T.C.Eine Kiste mit 12 Flaschen (75cl) |
1er cru classé
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Le "G" de Château Guiraud 2017
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Louis Roederer : Brut Premier
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Philipponnat : Blanc de Noirs 2008
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AUSLIEFERUNG FRUHJAHR 2020

Weißweine

„Der Wein ist die edelste Verkörperung des Naturgeistes.“

Friedrich Hebbel

Weiße Schmuckstücke aus Burgund

© Château Fuissé, Burgund

Wenn Ihnen jemand einen weißen Burgunderwein anbietet, sind Sie für diese Person wohl etwas ganz Besonderes. Hiervon kann ausgegangen werden, denn der Burgunderwein ist ein Spitzenwein, der zu den teuersten Weinen der Welt gehört. Die aus dem östlichen Zentrum Frankreichs stammenden Burgunderweine sind edel und facettenreich. Als Burgunderwein werden jene Weine betitelt, die entweder tatsächlich aus der Region Burgund stammen oder jene, die aus den klassischen Burgunder-Rebsorten hergestellt werden. Die absoluten Weißwein-Highlights der Region stammen aus den Appellationen Aloxe-Corton, Chablis, Meursault und Montrachet. Die Region beinhaltet insgesamt über 100 Appellationen. Die Appellelationen sind zugehörig zu folgenden Unterregionen: Côte de Beaune, Côte de Nuits, Auxerroirs, Côte Chalonnaise, Mâconnais, Chablisien und Tenerrois. Die Côte d’Or, auch als goldener Hang bekannt, ist das absolute Herzstück der Appellation und zeugt von dem, was die Region mit ihrer speziellen Typizität zu geben hat. Die Burgunderweine werden in 4 Kategorien unterteilt (von niedrig nach hoch): Régional, Village, Premier Cru und Grand Cru. Letzte bildet die absolute Qualitätselite ab. Zu 75% werden in Burgund Weißweine hergestellt. Die Weine sind hauptsächlich sortenrein. In Burgund bestehen optimale klimatische Bedingungen, die sich für frühreifende Rebsorten und insbesondere für Weißweine besonders eignen. In der Region dominieren hauptsächlich die Reben von Chardonnay, die zur Weißweinerzeugung genutzt werden. Burgunderweine werden aufgrund der Verwendung der Rebsorte, auch Chardonnay genannt. Diese Rebsorte ist grundsätzlich eher pflegeleicht und kann sich optimal an die unterschiedlichen Böden und klimatischen Bedingungen der Region anpassen. Sie wächst auf Schiefer, Mergel, Kies, Lehm, Kalkstein, auch in steiler Hanglage. De Rebsorte Aligoté ist weniger pflegeleicht, erzeugt dafür aber in guten Lagen äußerst füllige und würzige Weine. Zu den absoluten Spitzenweinen gehört zum beispiel der Morey-Saint-Denis 1er Cur „Clos des Monts Luisants“ aus der Domaine Ponsot. Das Terroir ist eines der ältesten Weinanbaugebiete Frankreichs. Seit Jahrzenten duellieren sich Bordeaux und Burgund, die Elite des französischen Weinbaus, um die Vorrangstellung. Die Weine aus der goldenen Mitte Frankreichs überzeugen durch ihre Komplexität und unübertroffene Ausdrucksstärke. Die älteste und berühmteste Weinregion Frankreichs kann auf Jahrzehnte lange Erfahrung zurückgreifen, was sich in Geschmack und Aroma der Weine eindeutig bemerkbar macht. Auf einer Anbaufläche von rund 30.000 Hektar werden die hauptsächlich reinsortigen Geschmacksgiganten angebaut. Im Gegensatz zur für die Region Bordeaux üblichen Cuvée, einem Weingemisch, greifen die Burgund-Winzer meistens auf eine Rebsorte zurück, um einen Wein von höchster Qualität ohne Mischung zu erzeugen. Dies ist neben der sehr langen Anbautradition auch darin begründet, dass die Bodenbeschaffenheit äußerst vielfältig ist. Die besten Crus befinden sich auf den kalksteinhaltigen Lagen der Region. Die Kombination als Boden, Klima, Tradition und Sortenreinheit, macht die Burgunderweine so einzigartig und zugehörig zu den Besten der Wein-Welt. Für eben diese Kombination wurden die Weinparzellen 2015 zugehörig zum UNSECO-Weltkulturerbe.

Bordeauxweine, die Cuvée der Spitzenklasse

„Was ist des Lebens höchste Lust?

  Die Liebe und der Wein.“

                        Joachim Perinet

© Clos Haut-Peyraguey, Bordeaux

Die atlantische Luft einatmend, folgt das Terroir Bordeaux dem Flussverlauf der Garonne. Die im Südwesten Frankreichs liegende Weinregion wird maßgeblich durch das atlantische Klima beeinflusst. Die vom Atlantik kommenden Winde beeinflussen das Klima und somit das Rebenwachstum zudem ungemein. Die warmen Temperaturen werden hierdurch gemäßigt und auch die Böden werden von den Luftbewegungen beeinflusst und abgemildert. Die Parzellen werden in Hinblick auf ihre Lage in zwei Kategorien unterteilt: linkes (Rive gauche) oder rechtes (Rive droite) Flussufer. Die Region heißt inländisch Bordelais. Zu den Weißwein produzierenden Appellationen, allen voran Pessac-Léognan Blanc, zählen die weltweit bekannte Graves Blancs secs, Sauternes und Barsac (süße Weißweine). Zudem bestehen noch weniger bekannte aber für Weißweine typische Appellationen, wie Côtes-de-Bourg Blanc. Synonym zur historischen Stadt Bordeaux sind die Böden der Region die Perle der Qualität. Auch in Bordeaux sind die Beschaffenheiten äußerst vielfältig. Sie prägen die Aromen der Trauben ungemein und ergeben einen unnachahmlichen Bordeaux-Charakter. Das Gebiet Bordeaux setzt vorwiegend auf Reben von Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Colombard, Merlot Bland, Sauvignon Gris und Ugni Blanc finden aber auch hin und wieder Anwendung. Dies unterscheidet das Gebiet deutlich von Burgund. Der größte Unterscheid und parallel die besondere Eigenart der kostbaren Bordelesen liegt darin, dass ausschließlich Assemblage-Weine, auch als Cuvée bekannt, erzeugt werden. Die Symbiose der Reben, Charakteristik und Typizität jeder einzelnen Rebsorte ergibt dann den unverwechselbaren Geschmack eines Bordeaux-Weines. Die Winzer in Bordeaux erzeugen wunderbare Mischungen aus ihren Reben, die in aller Welt für den klassischen und trockenen Auftritt bekannt sind. Hauptsächlich wird in der Region der schöne Rotwein erzeugt, doch sind auch die Weißweine ein Zeugnis von traditionsreicher Erfahrung und höchster Qualität. Ein Bruchteil der Winzer erzeugt auch den wunderbaren edelsüßen Wein als edelfaulen Sémillon-Reben. Grundsätzlich werden verschiedene Rebsorten verwendet, um die typische Bordeaux-Assemblage zu erzeugen. Die Verteilung der Rebsorten lässt sich nicht grundlegend auflisten, doch zeichnet sich ein Trend ab. In der Appellation Sauternes zum Beispiel, zwischen den beiden Flüssen Garonne und Dordogne gelegen, wachsen die Trauben von Sauvignon Blanc außerordentlich gut, sodass ein von Frische und starkem Ausdruck geprägter schöner Weißer erzeugt werden kann. Das Gebiet zwischen den beiden Flüssen nennt sich „Entre-Deux-Mers“, was so viel bedeutet, wie zwischen zwei Meeren. In der Appellation Pessac-Léognan werden häufig die Rebsorten Sémillon und Sauvignon Blanc verwendet, um so genannte große, weiße Lagerweine zu erzeugen, die in französischen Eichenfässern ausgebaut werden. Obwohl die Rebsorten unterschiedlich verbreitet sind, sei gesagt, dass am rechten Ufer eher der weiße Sauvignon Blanc und Semillon dominiert, während das linke Ufer von den den roten Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot geprägt ist. Die Winzer des Bordelais verwenden für die Erzeugung von Weißwein grundsätzlich in dieser Region Sauvignon Blanc, Semillion (50%), Colombard, Muscadelle und Ugni Blanc-Reben, die im jeweils unterschiedlichen Mischverhältnis von Winzer zu Winzer das spezielle Aroma der Assemblage des Weinguts ausmachen. Zu den bekanntesten Spitzenhäusern der gesamten Region Bordeaux zählen Namen wie Château Haut-Bion, Latour, Margaux, Mouton-Rothschild, Pétrus, Yquem und Château Guiraud. In Margaux wird der Bordeaux Blanc sec (Pavillon Blanc) hergestellt. Im Weinanbaugebiet Bordeaux werden die Crus in Grand Cru Classés und Premier Grand Crus Classés eingeteilt. Hierzu zählen die Weißweine ebenso, wie die Rotweine. Bordeaux ist zu einer Metropole des Weinbaus herangewachsen. Kenner und Laien treffen hier auf die klassische Tradition des Weinbaus, aber auch auf neue und innovative Neuheiten, wie La Cité de Vin, das Zentrum für Weinkultur und Weintourismus. Das seit Juni 2016 bestehende silber-metallic-farbige, absolut beeindruckende Gebäude ist garantiert einen Besuch werden. Grundsätzlich kennt aber die ganze Welt Bordeaux und den guten Ruf seiner Weine. Das weltweit größte geschlossene Anbaugebiet, benachbart vom wilden Atlantik und der idyllisch verlaufenden Garonne, bringt unglaubliche Weine hervor. Die Böden am linken und rechten Ufer der Garonne, bieten den Crus Kies- und Schlammböden, angereichert von Jahrhunderte alter Mineralität. Die teilweise meterdicken Ablagerungen von Kies und Sand, ermöglichen den Reben eine besonders tiefe Verwurzeln und fungieren erfolgreich als natürliche Drainage. Die eher geringen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, aber auch während des Jahreszeiten-Wechsels, beeinflussen ein ausgeglichenes und geduldiges Wachstum der Reben. Die Winter sind meist frostfrei, die Frühjahre feucht und die Sommermonate lang. Diese Kombination erzeugt den individuellen Fingerabdruck des Terroirs. Die Region ist das weltweit größte, geschlossene Weinanbaugebiet. Die Region rund um Aquitanien trägt den stolzen Titel UNESCO-Weltkulturerbe und das prestigeträchtige Gesicht eines der eindrucksvollsten Weinanbaugebiete der Welt. Anlässlich dieses Status wird in der Hauptstadt Bordeaux alle zwei Jahre das große Stadtfest namens Bordeaux Fête le vin ausgerichtet.

Elsass – ein umkämpftes Schmuckstück

© Josmeyer, Elsass

Mit dem Genuss jeder einzelnen Flasche Elsass-Wein reist auch ein wenig deutsch-französische Geschichte mit. Das Elsass liegt im Nordosten Frankreich, westlich zum ebenso bekannten und von Nationen umkämpften Lothringen. Damals waren jene Teile unter dem Namen Elsaß-Lothringen als Zusammenschluss eine Einheit. Sich teilweise im französischen und deutschen Besitz befindend, entwickelte die Region ihre ganz eigene Identität. Geprägt von wunderschönen und Jahrhunderte alten Fachwerkhäusern, viel grüner Landschaft und einem prunkvollen Weinanbaugebiet, verbindet das Elsass heute die Geschichtsträchtigkeit der Stadt mit Moderne und Attraktivität. Im Elsass besteht eine Art Appellations-System bereits seit dem 16. Jahrhundert. Die Weinanbautradition ist in diesem Gebiet reich an Wissen und Tradition. Die Weine wurden zu dieser Zeit bereits ins Ausland exportiert und galten als die besten deutschen Weine. Seit dem Beschluss durch den Vertrag von Versailles im Jahre 1919 zählt das Gebiet zum Nordosten Frankreichs, die Weine jedoch sind immer noch für ihre hohe Qualität weltweit anerkannt. Die französisch-deutsche Geschichte der Region spiegelt sich aber nicht nur in den Speisen und Bauten wider, sondern auch in der Eigenart des Weinanbaus. Elsässer Weine tragen aber nicht, wie Weine vieler anderer Anbaugebiete, den Namen der Lage. Gegenteilig werden sie nach der verwendeten Rebsorte benannt. Das Weinanbaugebiet erstreckt sich über eine Länge von rund 100 Kilometern und auf eine Rebfläche von knapp 15.000 Hektar. Das Elsass liegt benachbart von den Vogesen (Mittelgebirge in ostfranken) optimal, da sie die Rebflächen vor übermäßigen Niederschlägen und zu kalten Nordwinden schützen. Diese natürliche Beschaffenheit macht das Elsass zur zweit regenärmsten Region des Landes. Einzig Bouches du Rhône unterschreitet diesen Wert noch. Übrigens, gegenüber der Region und auf der anderen Seite des Rheins, liegt das deutsche Weinanbaugebiet Baden. Das geschichtsbehaftete Elsass wird in zwei Bereiche unterteilt, die sich entlang des Rhein erstrecken, welcher auch die natürliche Grenze zu Deutschland bildet. Der südlichere Teil wird Haut-Rhin (Ober-Rhein) und der östliche Bas -Rhin genannt.  Auf Sand-, Kiesel-, Löss-, Kalk-, Ton-, Schier-, Granit- und Vulkangestein wachsen die Reben, die im Elsass auf kalte Winter, milde und warme Frühjahre, aber trockene Sommer stoßen. Für Touristen ist das Weinanbaugebiet unglaublich attraktiv, da die 170 Kilometer lange und als Denkmal geschützte Weinstraße (Route du Vin), die Schönheit der Region offenbart. Die Landschaft ist äußerst idyllisch und beeindruckend. Aus eben jener entstehen die bekannten Weine, die von allen französischen, den deutschen am ehesten ähneln. Da sie fast ausnahmslos durchgeboren werden, sind die Elsass-Weine sehr trocken. Es werden zu 90% Weißweine erzeugt. Für die Erzeugung von Weißweinen werden die weißen Rebsorten Gewürztraminer und Pinot Gris (dt. Grauburgunder), Muscat, Pinot Blanc, Pinot Gris, Riesling und Sylvaner kultiviert. Die Verwendung der Chardonnay-Rebsorte ist nur für die Erzeugung von Schaumweinen zugelassen. Der Anteil von Chasselas, auch Gutedel genannt, ist rückläufig und die Weine sind eher einfach. Im Elsass sind grundsätzlich nur neun Rebsorte zugelassen, wobei der Riesling als die hochwertigste Rebsorte gilt. Die Weine sind trocken, mit einer geringen Restsüße. Je nach Bodenart ist das Bouquet weich, blumig bis hin zu stahliger Säure. Die extraweichen Weine, teilweise mit Feuersteingeschmack, sind äußerst mineralisch. Der Gewürztraminer offenbart sich in einem würzigen, aromatischen, hauptsächlich trockenen Weißwein. Zudem werden auch die Reben von Grauburgunder (Pinot Gris) kultiviert. Die hochwertigsten Weine werden im Haute-Rhin (südlicher Teil) erzeugt. Speziell die aus der Umgebung von Colmar stammenden Weine gelten als die besten Grand-Crus aus dem Elsass. Insbesondere der Riesling und Gewürztraminer ist weltbekannt. Zu den bekanntesten Erzeugern zählen Namen, wie Domaine Zind-Humbrecht und Maison Trimbach.

Romantische Schlösser und traumhafte Weißweine – Das Loire-Tal

© Famille Bourgeois, Sauvignon Blanc, Loire-Tal

Der „Garten von Frankreich“, das Loire-Tal als Kulturlandschaft gehört längst zum Repertoire des UNESCO-Welterbes. Der Garten Frankreichs beherbergt eine Rebfläche von rund 70.000 Hektar, die das Gebiet zu einem der größten Terroirs Frankreichs heranwachsen ließen. Die Geschichte des Weinanbaus im Loire-Tal geht bis auf das 1. Jahrhundert nach Christus zurück. Bereits ab dem 8. Jahrhundert wurden Weine nach Nordeuropa exportiert. Der Wein aus dem Loire-Tal wächst behütet am längsten Fluss Frankreichs, in malerischer Kulisse und unter dem Gewand höchster Naturbelassenheit. Auf einer Anbaufläche von rund 53.000 Hektar, an den Ufern der Loire gelegen, können die Rebsorten ihren individuellen Fingerabdruck in den Trauben hinterlassen. Umgeben von verwegenen Schlössern und beeindruckender Landschaft, vollbringt die Loire mit ihren reichhaltigen Böden wahre Wunder, die den Wein maßgeblich beeinflussen. Die Vielfältigkeit der Böden, Rebsorten und klimatischen Bedingungen erzeugt ein ebenso breit gefächertes Geschmackserlebnis, welches die Weine offenbaren. Von der Quelle der Loire bis zur Mündung in den Atlantik bei Nantes, erstreckt sich die Loire auf eine Länge von rund 100 Kilometern. Die Loire beheimatet eine äußerst große Anzahl von Terroirs, die allesamt nahe des Stroms liegen. Da die Anbaugebiete sehr unterschiedliche Eigenschaften innehaben, gibt es den typischen Loire-Wein nicht. Die Weine sind so unterschiedlich, wie es auch die Flächen entlang der Weinbauregion, Val de Loire, sind. Die Weißweine reichen von trocken bis halbtrocken. Vom einfachen Landwein (Vin de Pays du Jardin de la France) bis hin zum international gefeierten Spitzen-Wein, die Weine aus dem Loire-Tal erfüllen ein breites Spektrum. Klimatisch ist der westliche Teil der Region, nahe des Atlantik, durch den Einfluss des wärmenden Golfstroms gesegnet. Die Winter sind dort weniger kalt, die Sommer sind mäßig warm und es herrscht stetig ausreichend Niederschlagsbegebenheit. Entlang der Loire wird das Klima in Richtung Osten immer kontinentaler. Es können kalte Winter und heiße Sommer entstehen, wobei die Böden trockener werden. Diese breite Palette klimatischer Bedingungen und Bodenbeschaffenheiten erzeugt verschiedene Aromen und Wachstumsbedingungen der Trauben. Für die Weine aus dem Loire-Tal, der Nordwest-Grenze des Weinbaus, ist es jedoch üblich, dass sie vor der Vergärung um bis zu 2,5% Alkohol optimiert werden. Im Val de Loire bestehen 32 AOC Weine. 10% der Gesamtproduktion Frankreichs stammen aus dem Tal. Zur Weinanbauregion Val de Loire gehören mehrere Weinanbaugebiete. Eine der großen Appellationen ist die AOC Saumur. Sie liegt zwischen der Appellation Anjou und Touraine und verwendet hauptsächlich Chenin Blanc (80%), sowie Chardonnay und Sauvignon Blanc. Bekannte Weingüter sind beispielsweise Michel Chevré und Thierry German-Domaine des Roches Neuves. Die AOC Saumur-Cahampigny kultiviert auf rund 1.500 Hektar Rebfläche. Die Hauptrebsorte ist Chenin Blanc. Die Appellation AOC Sancerre ist für ihre weißen Böden bekannt, die aus Ton und Kalkstein im Westen, Kies- und Kalt in der Mitte und Feuerstein im Osten bestehen. Der Weißwein wird hier sortenrein aus Sauvignon Blanc hergestellt. Nur einen Katzensprung entfernt liegt die Appellation Pouilly-Fumé, die ihr in der Bodenbeschaffenheit ähnelt. Auch hier dominiert die Sauvignon Blanc Rebe. Der sortenreine Weißwein wird mit einem Alkoholgehalt von mindestens 11% produziert. Typisch für die AOC sind, unter anderem auch im Barrique ausgebaute, trockene, fruchtige und äußerst lagerfähige Weine, die ihren geschmacklichen Höhepunkt nach rund vier bis sechs Jahren erreichen. Bekannt sind Häuser wie die Domaine Henri Bourgeois oder Château Tracy. Die AOC Rully unterscheidet sich von den bisher genannten. Hier werden Weißweine aus Chardonnay und geringen Anteilen Aligotße hergestellt. Bekannt ist mitunter die Domaine de Chévremont und die Domaine de la Renarde. So verschieden die großen Weine aus dem Val de Loire auch sind, besonders sie sie lantatsächlich alle. Jeden Sommer wird anlässlich der Saumur-Weine das Festivini Fest veranstaltet, um dem Wein die Dankbarkeit auszusprechen.

Allez – ab in den Süden Frankreichs, das Rhône-Tal

Rhône-Tal, Provence, Korsika und Languedoc und der Weingenießer beginnt zu träumen. Er beginnt zu träumen und zwar von großen Weinen, geküsst von Sonne und Mineralität. Entlang der Ufer der Rhône erstreckt sich eine wunderbare Weinregion auf die Länge von rund 200 Kilometer. Das bedeutsame Weinanbaugebiet liegt zwischen Vienne und Lyon/Avignon. Da die AOC Côtes du Rhône vom Norden bis in den Süden reicht, wird sie auch als Rhône-Tal bezeichnet. Die Anbaufläche umfasst rund 42.000 Hektar, die hauptsächlich für den Anbau roter Rebengenutzt werden. Der gerade einmal 2% Anteil, der für die Weißweine besteht, ist jedoch qualitativ nicht zu unterschätzen. Unter strengen Bedingungen, wie niedrigen Höchsterträgen, werden hier hauptsächlich Clairette, Grenche Blanc, Marsanne, Roussanne und Viognier-Reben angebaut. Die Weißweine reichen von süß bis trocken. AOC Côtes du Rhône-Villages und Côtes du Rhône, die eindrucksvollsten der Region, liegen im südliche Teil der Region. Grundsätzlich wird das Gebiet in Nord-Rhône und Süd-Rhône unterteilt. Im Süden ranken die Rebenwurzeln in Böden aus Lehm, Ton und Sand, die häufig auf Kalksockeln liegen. Im Norden reifen die Reben auf mineralischen Granit- und Schieferböden im Bereich der Nord-Rhône. Die bekanntesten Appellationen des Rhône-Tals sind Condrieu, Saint-Joseph, Crozes-Hermitage, Hermitage, Lirac, Châteauneuf-du-Pape and Beaumes de Venise. 

Provence– Eine alte Perle des Weinbaus

Das Weinanbaugebiet Provence liegt im Südosten Frankreichs und erstreckt sich auf eine Region entlang der Côte d’Azur von Marseille im Westen bis nach Nizza im Osten des Landes. Begrenzt wird sie durch zwei andere Terroirs, Languedoc und das Rhône-Tal. Den Eigenschaften der Weinbauregion ähnelt der Fingerabdruck der Weinkultur Korsikas, einer Insel, die rund 160 Kilometer sudöstlicher liegt. Das Trio Languedoc, Provence und Korsika wird häufig als Midi tituliert. Die Provence gehört zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Frankreichs, aber auch Europas. Es herrscht ein mediterranes Klima, welches milde Winter, niederschlagsreiche Frühjahre und heiße Sommer mit sich bringt. Auch der Herbst ist doch noch gemäßigt warm. In diesem Gebiet ist eine Vielzahl von Rebsorten zugelassen. Die Appellation Côte de Provence macht rund 20% des Gesamtertrags der Region aus. Zu den wichtigsten Weißwein-Rebenzählen Clairette, Grenache Blanc, Sémillon und Ugni Blanc. Die Erträge sind relativ gering.  

Vom Mittelmeer hinaus in alle Welt

Auf einer Anbaufläche von rund 8.000 Hektar bauen 124 eigenständige Weingüter auf 9 AOC Regionen wunderbare Weine auf der drittgrößten Weininsel im Mittelmeer an. Korsika ist weltbekannt für die wunderbaren Weine. Auf trockener Kieselerde gedeihen die Rebsorten, die originelle, frische und fruchtige Weine ergeben. Rund 10% des Gesamtertrags sind Weißweine. Die Weine, die den Namen „Vin de Corse“ tragen dürfen, gelten als französische Qualitätsweine. Korsische Weine sind körperreich und kräftig, aber wenig schwer. Die korsischen Weißweine bestehen hauptsächlich aus Ugni Blanc, Muscat Blanc, Genovese, Vermentinu, Biancone, Biancu Gentile, Carcajolo Blanc und Malvoisie de Corse-Reben. Die wichtigsten Appellationen sind Ajaccio, Ile de Beauté, Méditerranée, Muscat du Cap Corse, Patrimonio und Vin de Corse. Je nach Appellation werden verschiedene Cuvées erzeugt. 

Languedoc am Mittelmeer

Tief im Süden gelegen befindet sich die wunderschöne Weinregion Languedoc, der nördliche Teil des Languedoc-Roussillons. Der westliche Teil der Mittelmeer-region grenzt an die Weinanbauregionen Provence und Rhône. Einst durch den perlenden Champagner bekannt geworden, zählt die Region heute zu den besten Weißwein-Schöpfern Frankreichs. Die Weine sind ziemlich alkoholhaltig und süß. Im Westen liegen die Weinberge in Teilen der Pyrenäen auf Schiefer- und Kalksteinböden. Die wichtigsten Rebsorten der Region für die Weißweinherstellung sind Bourboulenc, Clairette, Grenache Blanc. Außerdem werden auch Carignan Blanc und Chardonnay verwendet. Die Crus der Appellationen werden in AOC-Weine, Grands Vins de Languedoc- und Crus du Languedoc, die Spitze der Weine, unterteilt. Insgesamt bestehen 15 Appellationen. Besondere Weinen stammen zum Beispiel aus der Appellation languedoc-Pézenas (Domaine les Aurelles) oder aus IGP Pays d’Oc (Domaine Laroche).

Ein Hoch auf Italia

Die großen Rotweine fühlen sich im Süden unter der Sonne sehr heimisch. Die wunderbaren weißen Reben hingegen, sie lieben das kühle Klima. Aus diesem Grund ist Norditalien die beste Gegend Italiens, um die besten Weißweine des Landes hervorzubringen. In Südtirol, spezieller Trentino, wachsen die Trauben sehr aromatischer Rebsorten. Der Norden Italiens ist geprägt von Müller-Thurgau- Reben, während in Südtirol ganz eindeutig der Gewürztraminer dominiert. Grundsätzlich unterscheiden sich die Rebsorten Italiens sehr stark voneinander, je nach Region. So wird auch die Rebsorte Nosiola verwendet, die besonders fruchtige Aromen aufweist. Im Friaul und im Veneto setzten die Winzer auf die Tocai-Rebe, um große Weißweine zu produzieren. Die Winzer der Lombardei lieben Pinot Noir und Chardonnay. Doch werden in der italienischen Region mit der Hauptstadt Milano, auch weitere Rebsorten verwendet. Für den Ausbau von Rieslingen werden beispielsweise Riesling Renano und Riesling Italico verwendet. In Venezien hingegen dominiert Garganega, Chardonnay und Glera, die aber eher der Schaumweinherstellung dienen. Auf über 25.000 Hektar Anbaufläche werden in der DOC delle Venezie die Weißweine aus Pinot Grigio hergestellt. In Mittelitalien werden außerordentliche Weißweine auf der Basis von Trebbiano Toscano und Verdicchio hergestellt. Die Insel Sizilien ist bekannt für den Anbau von Chardonnay und im Süden herrscht die Überlegenheit von Falanghina und Greco als Hauptrebsorte.  

Deutsche Weißweine – Klassisch und Modern zugleich

Ein Blick auf die Weinregion Mosel, Rheinland-Pflanz und zum Teil auch Saarland, lässt die Rebsorte Riesling (60%) deutlich in den Fokus rücken. Neben ihr werden im Anbaugebiet Mosel auch Reben des weißen Elblings angebaut. Diese Rebsorte ist fast ausschließlich an der Mosel vertreten. An der oberen Mosel liegen die ältesten Weinberge Deutschlands, hierzu gehören jene nahe der historischen Stadt Trier. Dieses Terroir zählt zu den wärmsten Klimazonen Deutschlands. Die Reben können auf sonnenbestrahlten Hängen mit Schieferböden wachsen, während ein ausreichender Regen für die nötige Feuchtigkeit sorgt. Das milde Klima der Region wird durch die zu 50% vorhandenen Kalk- und Schieferböden erzeugt, welche die gespeicherte Wärme nachts wieder abgeben. Das Herzstück der Region ist die Mittelmosel mit den meisten Weinbergen. Wie auch in anderen Weinanbau-Ländern, wird die Fruchtbarkeit der Böden auch in Deutschland durch die Nähe zu Gewässern geprägt. So ist das Rheingau, am Rheinufer gelegen, ebenso eine wunderbare Weinregion mit langer Tradition. Am Untermain bei Wiesbaden beginnend, erstreckt sich das Zuhause der Reben auf eine Fläche von rund 3.000 Hektar. Die Weinberge liegen hier häufig auf Südhängen. In dieser Region dominiert der Riesling. Nach ihm wurde auch die „Rheingauer Riesling-Route“ benannt, eine am rechten Ufer verlaufende Fahrrad- und Wanderroute entlang der wunderbaren Weinberge. Auf Quarz- und Schieferböden in den hohen Lagen und Lehm-, Löss- und Tonböden im Tal, entstehen auf den Lagen des Johannisbergs würzige und rassige Weißweine. Die weiße Rebsorte Riesling, gefolgt von Sauvignon Blanc und Müller-Thurgau (eher rückläufig) dominieren in der Pfalz. Das Weinanbaugebiet Pfalz, Rheinland-Pfalz, ist das zweitgrößte Deutschlands gleich nach Rheinhessen. Die Pfalz reicht von Worms bis zur französischen Grenze im Norden. Das Klima in dieser Region ist mit trockenen, warmen Sommern und milden Wintern ideal für den Weinbau. Die Region gehört zu den wärmsten deutschen Anbaugebieten. Auf den Kalk- und Steinböden, auch hin und wieder von Lehm und Ton unterstützt, gedeihen die Reben außerordentlich. Rheinhessen ist das größte Anbaugebiet Deutschlands. Zwischen dem Rheingau und der Pfalz gelegen, zählt Rheinhessen zu den trockensten Gebieten in Mitteleuropa. Auf Löss-, Mergel- und Tonböden wachsen die Reben bei niedrigem Niederschlag. Unter dem Einfluss von Klima und Böden, reift hier die Müller-Thurgau-Rebe besonders gut und dominiert die Regio. Die größte Region Deutschlands wird in 3 Teile unterteilt: Bingen, Nierstein und Wonnegau. Das am linken Ufer des großen Rheinknies liegende Dreieck Rheinhessen, mit hügeliger Landschaft, bietet optimale Reifebedingungen für Reben und Trauben. Geschützt durch Odenwald und Taunus, liegen die milden Temperaturen durchschnittlich bei 9,4 bis 10,4 Grad Celsius. Alle 4 Regionen, Rheinhessen, Rheingau, Pfalz und Mosel, sind wunderbare Weißwein-Erzeuger. Die Weißweine gehören zu den besten und teuersten der Welt und überzeugen durch ihre einzigartige Note, die durch das Klima und die besonderen Böden entsteht. Deutsche Weißweine sind international gefragt.  

Spanien – El vino loco

Dass Spanien ein international anerkannter Produzent hochwertiger Rotweine ist, steht außer Frage. Doch kann Spanien auch durchaus mit Weißweinen überzeugen. Das Weinanbaugebiet liegt in der spanischen Region Kastilien-León. Die D.O. Rueda, eine im Nordwesten von Madrid gelegene Appellation mit heißen, trockenen Sommern und kalten, langen Wintern, ist bekannt für den gleichnamigen außerordentlich guten Weißwein, der Rueda. Die Reben wachsen auf kalksteinhaltigem Boden, gemischt mit Kies und unter dem Einfluss kontinentalen Klimas. Diese Kombination erzeugt einen fruchtigen Wein mit frischer Säure. Es werden die Reben von Verdejo und Sauvignon Blanc verwendet. Außerdem sind auch die Weine aus der Region La Rioja, genauer, der Rioja Blanco sehr beliebt und hoch wertige. Die großen Weißen basieren auf den Rebsorten Viura, Malvasía und Garnacha Blanca. Nicht zu vergessen sei auch der aus der andalusischen Stadt stammende Jerez de la Frontera stammende „Jerez“, ein mit Alkohol angereicherter, komplexer Wein. Er ist ein besonderes Duft- und Geschmackserlebnis mit einer weitreichenden Geschichte. Die Einheimischen nennen ihn auch „flüssiges Gold“.

Ein Blick auf die „Neue Welt“

Das an der Pazifikküste gelegene südamerikanische Land Chile produziert mitunter wunderbar elegante, frische Weißweine auf Chardonnay-Basis. Auch Argentinien möchte neben Frankreich, Italien und Spanien, den Weißweinmarkt erobern und setzt hierbei nur auf die besten Rebsorten in Anlehnung an die Marktführer. Südafrika erwacht mittlerweile auch aus dem Winterschlaf und bringt wunderbare Weißweine wie den Pinotage heraus. Aber auch australische Weißweine gehören zu den besonderen Weinen. Zu den Neuheiten gehört ganz klar auch der neuseeländische Sauvignon Blanc. Gemeinsam habe die Weine aus der neuen Welt aber zwei Dinge: Geschmacksfülle und Zugänglichkeit.

Die Welt der Weißweine ist groß und die Geschmackspalette unter anderem sehr ausgeprägt. Von süßen Weißweine oder lieblichen, über trockene Klassiker, das Angebot ist groß. Doch folgendes steht außer Frage: Für jeden Genießer lässt sich ein geeigneter Wein finden. Santé!

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